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Weinkulturpreis der Weinbruderschaft in Würzburg verliehen

Im Toskana-Saal der Würzburger Residenz zeichnete die Weinbruderschaft Franken Dr. Fritz Schumann (Bad Dürkheim-Ungstein), Großmeister der Weinbruderschaft der Pfalz, mit dem Weinkulturpreis 2016 aus.

Mit der Auszeichnung werden die vielfältigen Verdienste Schumanns um die Förderung der Weinkultur in der Pfalz und im Rahmen der deutschsprachigen Weinbruderschaften gewürdigt. „Auf den Feldern der Rebenforschung, der Wein-Archäologie, der Weingeschichte sowie der Weinpublizistik hat Dr. Schumann über viele Jahrzehnte Herausragendes geleistet. Ehrenamtlich hat er zahlreiche bedeutende Funktionen im Dienste der Weinkultur höchst erfolgreich übernommen“, berichtete Bruderschaftsmeister Martin Pohl.

In seiner Laudatio würdigte Ehrenbruderschaftsmeister Dr. Dieter Weber die Verdienste Schumanns um den Weinbau und die Weinkultur. 1939 in Ungstein in der Pfalz geboren, war er von der Wiege an mit dem Weinbau vertraut, absolvierte später die Ausbildung zum Weinbautechniker, studierte Landwirtschaft und promovierte an der Hochschule Geisenheim. Sein beruflicher Weg führte ihn nach Neustadt an der Weinstraße, wo er als langjähriger stellvertretender Direktor der Staatlichen Lehr- und Forschungsanstalt (heute DLR) sein umfangreiches Fachwissen an mehrere Winzergenerationen weitergegeben hat.  

Eng verzahnt mit dem praxisbezogenen und beruflichen Weg Schumanns ist sein publizistisches und weinkulturelles Wirken. Die Themen reichen von den Wildreben in der Türkei bis zu den „sieben Weinwundern der Pfalz“. Seine Studien beschäftigen sich mit den großen Weinbaupionieren, mit der Geschichte einzelner Rebsorten, aber auch mit der Weinbereitung, den Trinksitten und dem Weingeschmack in der Antike und im Mittelalter.

Der Weinkulturpreis wird in regelmäßigen Abständen an Persönlichkeiten und Institutionen verliehen, die sich in herausragender Weise um die Weinkultur verdient gemacht haben. Vor Fritz Schumann erhielten bereits Hugh Johnson, Prof. Dr. Hans Breider, Dr. h.c. Josef Staab, Dr. Theo Becker, Dr. Hans-Jörg Koch, Curd Lessig, Stuart Pigott, das Martin-von-Wagner-Museum und das Mainfränkische Museum in Würzburg sowie der Bremer Ratskeller und der Arbeitskreis „Franken – Wein.Schöner. Land!“ diese besondere Auszeichnung. Der Preis ist eine Bronzeplastik mit dem Motiv der biblischen Traubenträger, geschaffen vom Aschaffenburger Künstler Willibald Blum, und wird immer abwechselnd, einmal in der Region und einmal außerhalb der Region verliehen.

In der Würzburger Residenz überreichte Bruderschaftsmeister Martin Pohl (l.) den Preis an Dr. Fritz Schumann (Mitte). Die Laudatio auf den Pfälzer hielt Ehrenbruderschaftsmeister Dr. Dieter Weber (r.). Foto: Gabriele Brendel

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