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„Weinbau in Franken ein wichtiges Aushängeschild für die Region“

Die Bereisung des fränkischen Weinbaugebietes hat in Franken Tradition. Auch in diesem Jahr machte sich Unterfrankens Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer zum Auftakt der Sommerferien gemeinsam mit der Fränkischen Weinkönigin Christin Ungemach, dem Weinbaupräsidenten Artur Steinmann sowie und dem scheidenden Präsidenten der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) Professor Dr. Sebastian Peisl sowie dessen Nachfolger Dr. Hermann Kolesch auf den Weg. Im Mittelpunkt der vom Fränkischen Weinbauverband und der LWG ausgearbeiteten Bereisung standen heuer das „Weinpanorama Steigerwald“ und seine Winzer.

Der Ausgangspunkt für die diesjährige Bereisung war die Donnerdorfer Weinlage Falkenberg (Lkr. Schweinfurt), in der die Fränkische Weinkönigin Christin Ungemach bereits im März dieses Jahres gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Franken. Wein.Schöner.Land“ die Säuleneiche zum „Baum für Frankens Weinberge 2014“ gekürt und gepflanzt hatte. Empfangen wurde Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer vor Ort von der Donnersdorfer Weinprinzessin Kristina Reinhart und dem „Ritter vom Zabelstein“ (Gerhard Göb). Informationen zum Thema „Ländliche Neuordnung in einer historisch bedeutsamen  Weinkulturlandschaft“ gab es dann von Ottmar Porzelt, dem Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken, und vom Vorsitzenden der Weinbergflurbereinigung Peter Doneis.  Beide berichteten, dass die neu angelegten Wege die Bewirtschaftung der kulturhistorisch bedeutsamen, idyllischen Weinlage Falkenberg erleichtern und sichern. Dank der verbesserten Wasserführung und durch eine Vielzahl neuer Wasserrückhaltungen seien die Rebflächen künftig vor Bodenabtrag geschützt.

Im Anschluss informierte Albin Solf vom Weinbauverein Donnersdorf die honorige Reisegruppe über die „Tradition der Weinbergshäuschen“ am Falkenberg. Die 48 Weinberghäuschen seien bereits vor und während des 2. Weltkrieges entstanden und dienten vor allem der Lagerung von Werkzeugen und Materialien für die Arbeit im Weinberg. Der örtliche Weinbauverein habe sich der Förderung und Pflege dieser Häuschen verschrieben, so Solf und bedauerte, dass das Errichten neuer Häuschen an den harten Richtlinien scheitere. Diese sehen nämlich vor, dass der Winzer mindestens 15 Ar Weinbergsfläche bewirtschaften müsse, um ein Häuschen von maximal sieben Quadratmetern errichten zu dürfen. Deshalb forderte er nachdrücklich die Senkung der minimalen Fläche und eine Anhebung der Häuschenfläche. In diesem Zusammenhang betonte Regierungspräsident Dr. Beinhofer, dass man an jener Richtlinie generell festhalten wolle, da die Häuschen in erste Linie der Bewirtschaftung der Weinberge und nicht als Wochenendhäuschen dienen sollen.

Das regionale Tourismuskonzept „Weinpanorama Steigerwald“ stellte dann die 1. Vorsitzende des Tourismusaktionsteams Oberschwarzach, Monika Lindner vor. Mit dem Konzept wolle man die Gemeinden und Leistungsträger am Steigerwald vermarkten. Als konkrete Maßnahmen führte Lindner die Internetpräsenz www.weinpanorama-steigerwald.de, die Ausweisung von Wanderwegen und attraktiven Aussichtspunkten an. Aktuell werde eine Wanderkarte erstellt, so die Vorsitzende.

Nach den umfassenden Informationen am Falkenberg stattete der unterfränkische Regierungspräsident Beinhofer noch drei innovativen und erfolgreichen Nebenerwerbsweinbaubetrieben – dem Weinbau Andreas Markert in Hundelshausen, dem Weingut Ruppenstein in Oberschwarzach und der Weinkellerei & Obstbrennerei Jürgen Rebhann in Kammerforst einen Besuch ab. Während die Weingüter Markert und Ruppenstein  1,5 und 3 Hektar Rebfläche bewirtschaften und vermarkten, ist die Weinkellerei und Obstbrennerei Rebhann mit rund 6 ha Rebfläche, 3,5 ha Obstbau und 7 ha Wald die größte Brennerei in Deutschland und verfügt darüber hinaus über ein Patent für ein spezielles Brennverfahren mit Birnen.

In der Brennerei, der letzten Station der halbtägigen Bereisung nutzte der Regierungspräsident die Gelegenheit, die Informationstour durch den Steigerwald noch einmal Revue passieren zu lassen. Er lobte die Entwicklung des Weinbaus hinsichtlich Qualität und Außenwirkung, nannte die besuchten Winzer innovativ und leistungsstark und betonte, dass der Weinbau in Franken ein Aushängeschild und ein wichtiges Markenzeichen für die Region seien.


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