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Stollenwein: Fränkisches Keuper-Experiment geht weiter

Die Heimat erschmeckbar machen: Die Weinmacher der Keuper Connection haben dafür den traditionellen Weg der Weinbereitung verlassen und sind Ende 2017 rund 60 Meter tief in den größten Bergwerksstollen Bayerns eingefahren. In drei Fässern, gefertigt aus auf Keuperboden gewachsenen Eichen, brachten Max Martin, Thomas Fröhlich und Markus Hillabrand ihre besten Silvanerweine des Jahrganges 2017 unter die Erde. Bei konstanten 14  Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent reiften die Weine tief unter der Weinlage Hüttenheimer Tannenberg. Die Firma Knauf hatte dankenswerterweise einen Platz im Bergwerkstollen Hüttenheim inmitten vom Gipskeuper-Gestein bereitgestellt.

Nach 293 Tagen öffneten die Weinmacher der Keuper Connection nun ihre Fässer und stellten fest, dass die im Stollen gereiften Weine sich harmonischer und runder präsentieren, als die im heimischem Keller ausgebauten Referenzweine. Auch Weinbaupräsident Artur Steinmann, der der Vorstellung beiwohnte, lobte die Weine und stellte mehr Schmelz und eine bessere Verträglichkeit fest. Der Fränkische Weinkönigin Klara Zehnder fiel auf, dass die konstant kühlen Bedingungen unter Tage den Weinen einen ganz besonderen Touch gegeben hatten. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch die LWG, Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim.

Wer mag, kann den Stollenwein selbst probieren. Aus jedem der drei Fässer Stollenwein füllten die Weinmacher der Keuper Connection ihren Wein in Flaschen ab. Die Stollenweine sind im ausgewählten Handel oder den drei Weingütern für je 25,00 Euro verfügbar.

Doch damit nicht genug. Die Keuper Connection geht schon das nächste Projekt an: Am 11. Dezember 2018 brachten die drei Wein-Enthusiasten die neuen Fässer vom 2018er Jahrgang in den Stollen. Unter dem Namen „1.000Tage +X!“ soll ihr Wein nun 4 bis 5 Jahre unter Tage in Holzfässer lagern und womöglich zu einem ganz neuen Geschmackserlebnis verhelfen. „Ein weltweit einmaliges Experiment“, findet Thomas Fröhlich und hofft, dass die jahrelange Lagerung im Stollen den typischen Geschmack des Keuperbodens mit seiner unverkennbaren würzigen, intensiven und fruchtigen Note weiter aufwertet.

Stollenwein: Fränkisches Keuper-Experiment geht mit Projekt „1.000Tage +X!“ weiter (Foto: Keuper Connection)

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