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Sensorik-Seminar als Schlüssel zum Erfolg

Prüfung zum Zertifikat des Bezirk Unterfranken – Nachweis hoher Kompetenz

Welche Karrieren mit dem so genannten Sensorik-Zertifikat der Weinfachberatung des Bezirks möglich sind, hat jetzt Carolin Meyer eindrucksvoll bewiesen. Vergangenes Jahr konnte sie nach einer schwierigen Prüfung das Zertifikat mit nach Hause nehmen, in diesem Jahr überreichte sie als Fränkische Weinkönigin gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel die begehrten Dokumente an die diesjährigen Prüflinge. Insgesamt 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten am Dienstag (7. Mai) ihre „sensorische Befähigung zur Weinverkostung und Weinbewertung nachgewiesen“, wie der Text auf der Urkunde lautet.

Zu den Kompetenzen, die für das Zeugnis nötig sind, gehört das Erkennen von Grundgeschmacksarten und farblichen Intensitätsunterschieden, die Einordnung von Geschmacksintensitäten und die Weinbewertung nach den Grundsätzen der OIV (l'Organisation Internationale de la Vigne et du Vin, dt.: der Internationalen Organisation für Rebe und Wein). Die Zeugnisse bleiben zunächst fünf Jahre gültig, verlängern sich aber durch aktive Prüftätigkeit.

Dotzel betonte in seiner Laudatio, die große Bedeutung der Bezirks-Weinfachberatung. Die Sensorik-Workshops hätten eindeutig zu den Erfolgen der Frankenweine in den vergangenen Jahren beigetragen. Die Winzer würden ihm dies immer wieder bestätigen. Wein aus Unterfranken sei etwas ganz Besonderes. Um aber dieses Niveau zu halten, müsse man sich beständig fortbilden. „Sie werden Ihren Weg machen!“, sagte er an die Adresse der jungen Weinexpertinnen und Weinexperten. Der Bezirk Unterfranken führt die Lehrgänge zum Sensorik-Zertifikat seit 2004 durch. In diesen fünfzehn Jahren haben 281 Wein-Profis und Wein-Liebhaber an den Workshops teilgenommen. Die Erfolgsquote liegt bei rund 76 Prozent.

Carolin Meyer wies nachdrücklich auf die große Verantwortung hin, die mit der Weinbewertung verbunden sei – „mit Blick auf die Winzer, die ja jedesmal ihr Bestes geben, und mit Blick auf die Konsumenten, die sich auf das fachkundige Urteil verlassen!“ Und noch einen guten Ratschlag hatte die Fränkische Weinkönigin für ihre Kolleginnen und Kollegen parat: „Wer guten Wein machen will, muss wissen, wie die besten Weine schmecken!“

Ähnlich die Empfehlung von Weinfachberater Hermann Mengler: „Üben, üben, üben!“ Kein noch so gutes Lehrbuch könne eine selbst gekostete Flasche Wein ersetzen. Wie der Führerschein beim Autofahren, so berechtige das Sensorik-Zertifikat zwar zum Prüfen, aber die Meisterschaft komme erst mit der Erfahrung, so der Weinfachberater. „Use it or lose it“ gelte eben nicht nur für die Muskeln, sondern auch für die sensorischen Fähigkeiten.

Die erfolgreichen Teilnehmer:
Christian Düll, Fabian Düll, Andreas Hoppert, Georg Hunn, Jonas Jakob, Alexander Kugel, Sandro Mandrys, Constantin Minges, Christian Schwarz, Pauline Steinmann, Theo Wahrer, Markus Troll, Bianca Supp, Anna-Lena Schmitt, Christin Ungemach, Olga Krenz, Johanna Knauer, Norbert Winkler und Tony Weisbach.

Halten ihre Zeugnisse stolz in ihren Händen, die erfolgreichen Teilnehmer am Sensorik-Seminar der Weinfachberatung des Bezirks zusammen mit Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Weinkönigin Carolin Meyer. Foto: Mauritz

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