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Sehr gut abgeschnitten: Weingut Juliusspital stellt Sieger an der Rebschere

Winzer vom Weingut Juliusspital gewinnt ersten deutsche Rebschnitt-Meisterschaft in Geisenheim

 
Es braucht ein scharfes Auge, eine flinke Hand und sehr viel Verständnis für den Rebstock. Das "Team J" des Weinguts Juliusspital schnitt sehr gut ab bei der ersten deutschen Rebschnitt-Meisterschaft
 
28 Winzer nahmen am 30. November an der ersten Felco Rebschnitt-Meisterschaft im Weinberg der Hochschule Geisenheim teil, acht von ihnen kamen aus dem Juliusspital und am Ende des Tages stand fest: Iount- Alexander Banea von der Weinbergsgruppe Würzburg des Weinguts Juliusspital ging als Sieger vom Platz, sprich: aus dem Weinberg.
 
Die Firma Felco, weltweit führender Hersteller vom Baum- und Rebscheren, hatte diese erste nationale RebschnittMeisterschaft in Kooperation mit der Hochschule Geisenheim und der Firma Simonit & Sirch in Deutschland organisiert. Teilnehmen konnten Winzer, Studenten und Mitarbeiter im Weinbau, Frauen und Männer aller Nationalitäten, die Weinreben beschneiden. Ziel der Veranstaltung war, die Bedeutung einer geeigneten Schneidtechnik aufzuzeigen.  
 

Es zählten Technik und Qualität des Rebschnitts – und die Zeit

 
Geschnitten wurde nach dem Rebschnitt-System Guyot. Die Bewertungskriterien beruhten auf Technik und Qualität des Rebschnitts. Zudem war die Zeit begrenzt. Die Arbeit wurde von einer Gruppe von Sachverständigen aus dem akademischen und beruflichen Umfeld des Weinbaus bewertet. Als Gewinner der Meisterschaft wird Iount- Alexander Banea nun am 10. März 2020 bei der internationalen Meisterschaft in der Schweiz gegen die weltweit Besten antreten.
 
Im deutschen Wettbewerb erhielt jeder Teilnehmer – per Losentscheid - eine Rebzeile zugewiesen in der er eine vorgegebene Anzahl an Stöcken in einer bestimmten Zeit schneiden muss. „Geschnitten werden mussten 16 Rebstöcke, dafür hatten die Teilnehmer 20 Minuten Zeit“, berichtet Weinbergsmeister Peter Rudloff, der als einer der Juroren fungierte, aber natürlich nicht seine eigenen Kollegen bewerten durfte. „Jeder Schnitt wurde einzeln bewertet, bei Punktegleichstand entschied die Zeit.“  
 

Jeder Rebstock ist einzigartig und muss anders geschnitten werden

 
Geschnitten wurde nach der Methode von Simonit & Sirch, Beratung und Ausbildung im Weinbau, die den sanften Rebschnitt lehren. „Dabei versuchen wir dem Stock möglichst wenig Wunden zuzuführen und den Rebstock im Saft wachsen zu lassen“, erklärt Rudloff die Methode, die die Mitarbeiter des Juliusspital Weinguts seit vielen Jahren anwenden. „Jeder Stock ist ein Individuum und will dementsprechend anders geschnitten werden“, sagt Rudloff. Die Methode und Technik beim Schnitt sind immer gleich: „Wir versuchen nie, den Saftfluss zu unterbrechen.“ Die Juroren achteten bei der Meisterschaft ganz besonders auf die Schnittqualität und den exakten Schnitt, denn dieser gilt als eine der wichtigsten Arbeiten für den Winter und ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Bewirtschaftung eines Weinberges.
 
Peter Rudloff ist stolz auf sein „Team J“ aus dem Juliusspital. „Das Juspi hat eine super Figur gemacht, dass unsere Leute gut schneiden können ist in der Hochschule Geisenheim und in der Weinbranche angekommen.“ Für Iount- Alexander Banea wird die Weltmeisterschaft in der Schweiz jetzt die nächste Herausforderung. Rudloff: „Dass er dort startet ist ein großer Ansporn für ihn.“

Die erfolgreiche Mannschaft „Team J“ des Juliusspital Weinguts mit dem Sieger der ersten deutschen RebschnittMeisterschaft Iount- Alexander Banea (Mitte) und Weinbergsmeister Peter Rudloff (rechts) Foto Peter Rudloff/Stiftung Juliusspital Wü

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