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Queens-Day in Franken - Deutsche Weinkönig Janina Huhn besucht Franken

Während diese Woche ganz Deutschland nach Berlin blickte und dem inzwischen fünften Besuch von Queen Elisabeth II. entgegenfieberte, durfte sich das Frankenland ebenfalls über royalen Besuch freuen. Knapp drei Monate vor dem Ende ihrer Amtszeit besuchte die 66. Deutsche Weinkönigin Janina Huhn aus Bad Dürkheim das fränkische Weinanbaugebiet und ihre Amtskollegin Kristin Langmann.

Gemeinsam reisten beide Hoheiten durch die Lande und hatten ein fast annähernd so straffes Programm zu absolvieren wie die britische Königin. Nach einem leckeren Mittagessen in den Juliusspitalweinstuben stand als erstes der Besuch des Weinguts Juliusspital auf dem Programm. Dort wurden sie von Weingutsdirektor Horst Kolesch begrüßt und in die Geschichte der 439 Jahre alten Stiftung eingeführt. Bei einem Glas Secco erfuhren Janina Huhn und Kristin Langmann, dass es sich bei der Stiftung Juliusspital um ein Wirtschaftsunternehmen mit sozialem Auftrag handelt. Neben den sozialen Einrichtungen wie Krankenhaus, Seniorenstift und Palliativ- und Hospizzentrum betreibt die Stiftung auf 3450 Hektar Forst- und auf 1050 ha Landwirtschaft und bewirtschaftet auch 177 ha Rebflächen. „Je mehr wir mit unseren Betrieben erwirtschaften, umso stärker können wir in den sozialen Bereichen wachsen“, betont Kolesch. Abgerundet wurde der Besuch im Juliusspital  durch einen Blick in die einzigartige Rokoko-Apotheke und eine Führung durch den Weinkeller mit anschließender kleiner, aber feiner Weinprobe.

Bevor es dann für die beiden Königinnen nach Nordheim an die Mainschleife zum Weingut Manfred Braun ging, stand noch die Alte Mainbrücke mit ihrem weit über Würzburgs Grenzen hinaus bekannten Brückenschoppen und dem einmaligen Blick auf Main, Käppele und Festung Marienberg auf dem Besuchsprogramm.

Den Auftakt des zweiten Besuchstages bildete die Siegerehrung am „Terroir f“ nahe der Vogelsburg, wo Weinbaupräsident Artur Steinmann gemeinsam mit der Deutschen und der Fränkischen Weinkönigin  zahlreiche fränkische Winzerinnen und Winzer ehrten, die im ersten Halbjahr 2015 bei nationalen und internationalen Wettbewerben wie bei Mundus Vini, der Berliner Wine Trophy, der IWC, der IWSC in London, der VinItaly und dem Internationalen Bioweinpreis äußerst erfolgreich abgeschnitten hatten. „Die Preise, die Franken einfährt, und den Wirbel, den die Franken um ihren Wein machen, davon profitieren nicht nur Franken selbst, sondern ganz Deutschland“, lobte Janina Huhn das Engagement der Winzer. Dem schloss sich auch die Fränkische Weinkönigin Kristin Langmann an und betonte, dass sie ganz besonders stolz sei auf „ihr Anbaugebiet“! „Sie sehen mich voller Demut vor ihnen stehen“, so Langmann.

Danach schlossen sich noch Besuche bei den Weingütern Clemens Fröhlich und Horst Sauer in Escherndorf an, die wie das Juliusspital und das Weingut  Manfred Braun im letzten Herbst von Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mit dem Bayerischen Staatsehrenpreis ausgezeichnet wurden. Im Weingut Horst Sauer philosophierten die Königinnen mit dem Winzer über den Frankenwein und das Amt einer Weinkönigin. „Beim Weinmachen geht es darum, einen guten Stoff ins Glas zubringen“, bringt es Horst Sauer auf den Punkt. „Die Weinkonsumenten wollen keine Geschichten über Sorgen und schlechtes Wetter hören, sie wollen das Glück im Glas haben!“ Und damit das geschehen kann, müssen die Winzer ihre Weinberge kennen! Aber ich glaube, dass die Weinberge auch wissen, was wir brauchen und wollen!“, so der Escherndorfer. Gegen Ende der Stippvisite überrascht Horst Sauer seine königlichen Gäste mit einem ganz besonderen Wein. Er trägt den Namen „Es ist, wie es ist“. Ein interessanter Wein, der unkontrolliert entsteht und einfach passiert. Ein Wein, der nicht für jedermann bestimmt ist. „Für diesen Wein suche ich mir ganz bestimmte Menschen aus“, so Horst Sauer. Die Königinnen haben das Glück und die Ehre diesen besonderen Wein kosten zu dürfen.

Abgerundet wurde das offizielle Besuchsprogramm der Deutschen Weinkönigin Janina Huhn mit einer Besichtigung der Winzergemeinschaft Franken (GWF) in Kitzingen-Repperndorf. Dort angekommen wurden die beiden Hoheiten von Hauptkellermeister Christian Baumann und GWF-Vorstandsvorsitzenden Andreas Oehm durch die Genossenschaft geführt. Während die anderen besuchten Betriebe oftmals die Kleinteiligkeit Frankens wiederspeigelten, zeigte die GWF, dass die Franken auch im großen Stil Wein machen und am Beispiel des Fränkischen Weinkontors vermarkten können. Mit viel Informationen über den fränkischen Weinbau und einer großen Begeisterung für den Bocksbeutel und den fränkischen Silvaner trat Janina Huhn tags darauf ihre Heimreise in die Pfalz an.

Fotos: Rudi Merkl

Kein Besuch in Franken ist komplett ohne den "Brücken-Schoppen" auf der Alten Mainbrücke in Würzburg.

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