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Neue Gralshüter des Frankenweins

Sensorik-Zertifikat der Fachberatung für Kellerwirtschaft und Kellertechnik übergeben

Die „Lizenz zum Testen“, so nannte Hermann Mengler, Weinfachberater beim Bezirk Unterfranken, das Sensorik-Zertifikat, das Eva-Maria Linsenbreder, Bezirkstagsvizepräsidentin am Dienstag (29. November) im großen Sitzungssaal des Bezirksverwaltungsgebäudes an die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer überreichte. Auch wenn die Probanden nun nicht in den Dienst des MI 6 gestellt werden, so haben sie mit ihren neu erworbenen Fähigkeiten trotzdem eine hervorragende Grundlage für ihre weitere berufliche Karriere.

Linsenbreder sprach gar von den neuen „Gralshütern der Frankenweinqualität“. Denn dieses Zertifikat ist nicht nur Bestandteil der Technikerausbildung für die jungen Winzerinnen und Winzer, sondern berechtigt auch zur Teilnahme als Prüfer bei der amtlichen Weinprüfung, bei der fränkischen Weinprämierung oder bei der Bundesweinprämierung.

Dass man das Zertifikat der Fachberatung Oenologie nicht geschenkt bekommt, belegt schon die Erfolgsquote von 76 Prozent über die vergangenen Jahre. Mit anderen Worten: fast jeder Vierte besteht die Prüfung nicht.

Ob das Zertifikat als Selbstbestätigung für das eigene Wissen und Können, oder aus Ehrfurcht zum Wein abgelegt wurde, sei zweitrangig, so Linsenbreder. Alleine die Einstellung sei schon lobenswert und zeige, mit wie viel Leidenschaft die Prüflinge ihrer Passion nachgingen, stellte Linsenbreder fest. Prüfungsbeste war Vivien Ganesch, die fast die volle Punktzahl erzielte. „Das Sensorik-Zertifikat ist nicht bloß ein Stück Papier, das man so nebenbei ablegt. Es kann auch zum Beginn einer beruflichen Existenz beitragen“, betonte Mengler. Denn Ganesch wird bei der amtlichen Weinprüfstelle der Regierung von Unterfranken als Prüferin ihr Fachwissen einbringen und nutzen können.

Die Sensorik wird als „das Messen von Eigenschaften mittels menschlicher Sinne“ definiert. Sie spielt in der Weinbeurteilung und der zeitgemäßen Weinansprache die herausragende Rolle. Eine gefestigte Sensorik intensiviert das Geruchs- und Geschmacksempfinden und macht die Qualität eines Weines besser einschätzbar. Sie führt zur Verstärkung dessen, weshalb seit Urzeiten Wein getrunken wird – des Genusses wegen.

Zu den Gratulanten zählten auch die Thüngersheimer Weinprinzessin Theresa Galz, die die fränkische Weinkönigin Eva Brockmann vertrat. Linsenbreder erinnerte in ihrer Rede daran, dass die Weinfachberatung des Bezirk Unterfranken bereits seit 2004 Sensorik-Lehrgänge organisiere. In diesem Zeitraum hätten bereits 305 Weinliebhaber das begehrte Zertifikat erhalten.

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Die erfolgreichen Absolventen des Sensorik-Workshops:

Stefan Herz, Marius Kapraun, Felix Meder, Maximilian Müller, Doreen Pallingen, Lena Schmidt, Felix von Nell, Wolf von Tümpling, Tobias Wolf, Dr. Teresa Müller, Ruppert Stefan, Felix Reich, Viviane Ganesch

Foto und Text: Bezirk Unterfranken/ Florian Hiller

Stolz präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Sensorik-Zertifikats ihre Urkunden.

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