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Fränkisches Gewächs zum 15. Mal in der Künstlerkolonie

Frankenwein zu Gast bei Freunden

Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten namhafte Künstlerinnen und Künstler das kleine Dorf im Teufelsmoor und gründeten die weit über Niedersachsens Grenzen hinaus bekannte Künstlerkolonie Worpswede.  Auch 130 Jahre später hat Worpswede nichts von seinem Charme und seiner Strahlkraft verloren. Und so zieht es jährlich Tausende von Kunstsinnigen und nun seit 15 Jahren auch Frankenweinkenner und -liebhaber in die 1889 gegründete Künstlerkolonie. In Anlehnung an die Redensart “Gleich und gleich gesellt sich gern” fanden dort auch der Frankenwein und die Winzervereinigung Fränkisches Gewächs e.V. rund um den niedersächsischen Weyersberg ein neue Heimat. Denn wo ließe sich Kunst – und Frankenwein ist zweifellos Kunst auf höchstem Niveau – besser präsentieren als in einem Künstlerdorf!

Nachdem inzwischen nahezu alle Trauben gelesen sind und die Jungweine in den Kellern der Weingüter schlummern, machten sich Ende November die Weingüter Hart (Thüngersheim), Höfling (Eußenheim), Kohlmann-Scheinhof (Karlstadt-Mühlbach), Melber (Rödelsee), Mönchshof (Kleinochsenfurt) und Then (Sommerach), alles Mitgliedsbetriebe des Fränkischen Gewächses, in den hohen Norden auf, um dort zwei Tage lange mit erlesenen Tropfen Franken von seiner schönsten Seite zu präsentieren.
 

Fränkisches Gewächs in der Künstlerkolonie Worpswede

Traditionell wurden die Winzerinnen und Winzer in der Bötjerschen Scheune vom Männergesangsverein Concordia Worpsede stimmgewaltig mit dem “Lied der Franken” willkommen geheißen. Auch für Bürgermeister Stefan Schwenke ist die Frankenwein-Vernissage des Fränkischen Gewächses längst eine liebgewonnene Tradition und hat sich für die offizielle Eröffnung extra seine Krawatte in den fränkischen Farben rot und weiß angezogen. In seiner Begrüßung dankte Schwenke “seinen” Winzern, dass sie trotz eines äußerst anstrengenden Jahres wieder den Weg in den hohen Norden auf sich genommen hätten und stieß mit ihnen auf einen guten Jahrgang an.

Nach einem kurzen Grußwort von Bruno Kohlmann, 1. Vorsitzender des Fränkischen Gewächses, begrüßte auch die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer zusammen mit den Weinprinzessinnen Ines Roth (Kleinochsenfurt) und Selina Knies (Untereisenheim) die Gäste in der Bötjerschen Scheune. Mit dem Zitat der spanischen Heiligen und Kirchenlehrerin Teresa von Avila “Man muss dem Körper Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen” lud sie die Besucher ein, die Vielfalt des Frankenweins zu entdecken und zu genießen.

Besonderes Highlight der Frankenwein-Vernissage war auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Winzermenü, das in diesem Jahr im Resturant Paulas im Worpsweder Tor stattfand. Für die Winzerinnen und Winzer schloss sich damit ein Kreis, denn bereits vor 15 Jahren wurde hier das allererste Winzermenü veranstaltet.

Auf Grund des großen Interesses und der regen Nachfrage wird es auch 2020 wieder eine Frankenwein-Vernissage in Worpswede geben, sind sich Bruno Kohlmann und die Winzer des Fränkischen Gewächses schon jetzt sicher.

Weinprinzessin Ines Roth (Kleinochsenfurt), Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer, Bruno Kohlmann (1. Vorsitzender Fränkisches Gewächs) und Weinprinzessin Selina Knies (v. l. n. r.). Foto: Rudi Merkl

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