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Die letzte Rebe

…, die hier am Versuchsweinberg der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) am Thüngersheimer Scharlachberg von Thomas Liebler gepflanzt und von Auszubildenden Phillip Schmitt mit einem kräftigen Schluck Silvaner angegossen wird, markiert den möglichen Anfang einer neuen Ära im fränkischen Weinbau: Statt wie bisher die Weinberge in steilen Zeilen von oben nach unten anzulegen, werden im Rahmen des Projektes Weinbau 2025 auf diesem Hangstück die Reben künftig in langen, quer zum Berg ausgerichteten Reihen gedeihen. „Diese Quertrassierung könnte dem Winzer einige Vorteile bescheren“, betonte der Vizepräsident der LWG, Dr. Herrmann Kolesch (im Bild dritter von links) im Rahmen der Feierstunde vor seinen Mitarbeitern.

Dank breiterer Zeilenabstände könnten Trauben von höherer Qualität mit geringerem Aufwand herangezogen und geerntet werden. Der vielfältige Einsatz von Maschinen wäre auf Dauer kostengünstiger und die fränkischen Winzer könnten konkurrenzfähiger ihre Produkte auf dem Markt anbieten. Zusätzlich bieten die begrünten Wege und Hänge Raum für Wildflora und Fauna, für ein Mehr an Biodiversität. „Ob diese Vorstellungen unter den fränkischen Klimabedingungen auch in der Praxis greifen, werden die kommenden Jahre zeigen“, betonte Kolesch. In der Anlage werden daher auch verschieden Unterlagen wie die neuen Silvaner Klone der LWG hinsichtlich Trockenstress und Weinqualität geprüft.

Foto: LWG

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