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Deutsche Weinhoheiten auf großer Tour durch Franken

Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer zeigt Deutschen Weinhoheiten die Heimat des Silvaners


Das fränkische Weinanbaugebiet stand am vergangenen Wochenende (07./08.03.20) ganz im Zeichen des Antrittsbesuchs der Deutschen Weinkönigin Angelina Vogt (Nahe) und ihrer beiden Deutschen Weinprinzessinnen Carolin Hillenbrand (Hessische Bergstraße) und Julia Sophie Böcklen (Württemberg).
 

Familienweingut Hans Wirsching in Iphofen

Den Auftakt der zweitägigen Besuchstour in Franken, die die königliche Entourage schwerpunktmäßig zu den Staatsehrenpreisträgern des letzten Jahres führte, bildete das Weingut Hans Wirsching in Iphofen (Lkr. Kitzingen), einem der größten und bekanntesten Privatweingüter in Franken. Im Gespräch mit Andrea Wirsching und ihrem Vater Dr. Heinrich Wirsching erfuhren Angelina Vogt, Carolin Hillenbrand und Julia Sophie Böcklen in Theorie und Praxis, dass man sich bei Wirsching der Scheurebe, dem Riesling und natürlich in ganz besonderer Weise dem Silvaner verschrieben habe. In den weltbekannten Iphöfer Steillagen „Julius-Echter-Berg“, „Kronsberg“ und „Kalb“ bewirtschaftet das Weingut eine Rebfäche von 90 Hektar. Dabei arbeite man in den Weinbergen so umweltschonend wie möglich und so konventionell wie nötig bei völligem Verzicht auf Insektizide und Herbizide. Auf die Frage nach dem Erfolgsrezept des Weingutes, betonte Andrea Wirsching, das liege wohl ein Stück weit daran, dass man ein Familienbetrieb sei und dass Familienbetriebe meist längerfristig denken! Dem stimmte auch Dr. Hans Wirsching zu und hob hervor, dass der schönste Beruf, den es gibt, der des Winzers sei. Darauf wurde dann angestoßen – natürlich mit einem Silvaner.

 

Silvaner beim Weingut Rainer Sauer erleben

Nach einem leckeren Mittagessen im Restaurant auf der Vogelsburg ging es für die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer mit ihren königlichen Gästen zum nahegelegenen terroir f-Punkt, von wo die vier Hoheiten bei strahlenden Sonnenschein den tollen Blick auf die Weinschleife genossen. Weinbaupräsident Artur Steinmann informierte vor Ort über die magischen Orte, die auf ganz besondere Weise die Vielschichtigkeit der Region und der Landschaft ausstrahlen und von denen es in ganz Franken inzwischen 15 gibt.

Im Anschluss daran stand das für seine feinen Silvaner bekannte Weingut Rainer Sauer in Escherndorf (Lkr. Kitzingen) auf dem Programm. Nach einer kurzen Begrüßung und einem kleinen Rundgang durch den 15-Hektar-Betrieb lud Juniorchef Daniel Sauer die Hoheiten zu einer Silvaner-Entdeckungsreise am „Escherndorfer Lump“ ein. Neben Informationen zum Weingut und zur Betriebsphilosophie, berichtete Daniel Sauer auch, wo in Escherndorf dem Winzer der Schuh drückt und das ist, wie in den meisten Teilen des Fränkischen Anbaugebietes, der Klimawandel und die Wasserversorgung in den Weinbergen.

 

Geburtsstätte des Silvaners

Ein besonderes Highlight des ersten Tages bildete der Besuch der Geburtsstätte des Silvaners - das Fürstlich Castell´sche Domänenamt. Denn von dort trat 1659 der Silvaner nachweislich, wie eine Rechnung über den Erwerb von 25 Österreicher Fexern belegt, seinen Siegeszug an. Begrüßt wurden die Weinhoheiten dort im Schloss von Ferdinand Fürst zu Castell-Castell und dem Weingutsleiter Peter Geil. In geselliger Runde informierte Fürst Castell über das Weingut, sein Haus und das Unternehmen. Natürlich stand auch hier der Silvaner im Mittelpunkt – sowohl im Weinglas der jungen Damen als auch im Gespräch. Und natürlich konnte man bei Fürst Castell und Weingutsleiter Peter Geil einen gewissen Stolz feststellen, dass man sozusagen die Heimat des Silvaners sei. Untermauert wurde das Ganze dann durch einen Besuch bei Jesko Graf Dohna, der als Archivar der Hüter aller urkundlichen Schätze des Fürstenhauses Castell-Castell ist. Dort durften die Hoheiten unter fachkundiger Anleitung Graf Dohna´s einen Blick auf die Originalrechnung über die ersten Silvanerpflanzen in Franken werfen.

 

Weingut Geiger und Söhne in Thüngersheim

Am zweiten Tag ging es für die Weinhoheiten vom westlichen Rande des Steigerwalds nach Thüngersheim im Landkreis Würzburg, das mit seinen rund 200 Hektar Rebfläche eine der größten Weinbaugemeinden Frankens ist. Dort besuchten sie das Weingut Geiger und Söhne und wurden von Weinbauingenieur Gunter Geiger und seiner Frau Julia sowie der örtlichen Weinprinzessin Charlotte Stephan aufs Herzlichste willkommen geheißen. 1850 gegründet ist das Weingut der älteste Weinbaubetrieb des Ortes. Wie die Weinhoheiten, die aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskamen, bei der Verkostung einiger Weine am eigenen Leib feststellen konnten, befindet sich das Weingut geschmacklich auf absoluten Erfolgskurs. Denn Gunter und Julia Geiger vom Weingut Geiger und Söhne können nicht nur Silvaner, was auch von zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen tatkräftig unter Beweis gestellt wird.

 

Eines der ältesten Weingüter Deutschlands: Staatlicher Hofkeller Würzburg

Nach dem Mittagessen in den Weinstuben des Juliusspitals ging es zum Staatlichen Hofkeller, wo Betriebsleiter Siegbert Henkelmann den deutschen Weinhoheiten Einblicke in den historischen Keller unter der Würzburger Residenz gewährte. In kurzen Auszügen ließ Henkelmann die Entwicklung vom „Fürstbischöflichen Hofkeller“ über den „Königlich Bayerischen Hofkeller“ bis zum heutigen Staatlichen Hofkeller“, der mit seinen über 890 Jahren zu den ältesten Weingütern in ganz Deutschland zählt, Revue passieren. Beim Rundgang durch den Keller, wo auch immer wieder erlesene Tropfen zur Verkostung bereist standen, standen unter anderem die Besichtigung des Stückfasskellers, des Schwedenfasses und der Beamtenfässer, in denen sich der Deputatswein für die fürstbischöflichen Abgestellten befand, auf dem Programm. Danach ging es noch in die Würzburger Residenz, einem Paradebeispiel des süddeutschen Barocks und von der Napoleon Bonaparte 1806 behauptete, dass sie das „schönste Pfarrhaus Europas“ sei. Nach Stationen im Gartensaal, dem Weißen Saal und dem Kaisersaal galt alle Aufmerksamkeit der Gäste dem weltbekannten Deckengemälde, das von Giovanni Batista Tiepolo und seinen Söhnen gemalt wurde.

 

Brückenschoppen auf der Würzburger Alten Mainbrücke und Winzerhof Kieselsmühle in Dettelbach

Wer in Würzburg Halt macht, muss natürlich auch zum Brückenschoppen. So war es auch ganz klar, dass der Weg der Weinhoheiten auf jeden Fall zur Alten Mainbrücke führen musste. Im dortigen Weinbistro wurden sie zunächst von Andreas Oehm, Vorstandsvorsitzender der Winzergemeinschaft Franken (GWF), begrüßt. Neben Informationen zu Genossenschaft, die in Franken rund 1200 Hektar bewirtschaftet, zur Betriebsphilosophie und zu den Produktlinien, lud Oehm die jungen Damen dazu ein, den einen oder anderen Wein zu verkosten. Wie es für Franken üblich ist, durfte natürlich der Silvaner nicht fehlen. Abschließend ging es dann mit einem Schoppen in der Hand und den Blick auf die Festung Marienberg gerichtet zum Erinnerungsfoto auf die Alte Mainbrücke. Dort herrschte trotz recht wechselhaften Wetters reger Betrieb und die zahlreichen Brücken-Gäste ließen sich ihren Wein schmecken.

Abgerundet wurde der zweitägige Aufenthalt in Franken durch einen Besuch im Winzerhof Kieselsmühle in Dettelbach (Lkr. Kitzingen). Dort wurde die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer mit ihren königlichen Kolleginnen im über 400 Jahre alten Gewölbekeller vom Winzerehepaar Werner und Petra Schmitt willkommen geheißen. Auch hier gab es für die Hoheiten erlesene Frankenweine des Familienbetriebs zu verkosten.

Am Abend des zweiten Tages waren die Deutsche Weinkönigin Angelina Vogt und ihre beiden Weinprinzessinnen Carolin Hillenbrand und Julia Sophie Böcklen tief von Franken beeindruckt. Ganz begeistert waren die drei jungen Damen von der Wertschätzung, die die Fränkische Weinkönigin erfahre, aber auch vom Engagement und der Umtriebigkeit der fränkischen Winzer und natürlich vom Silvaner. Aber wie sollte es auch anders sein, denn schließlich ist „Franken – Silvaner Heimat seit 1659“!

Die Deutschen Weinhoheiten bei einem Brückenschoppen auf der Würzburger Alten Mainbrücke

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