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Das Jahr 2014 - Von Turbolese bis „terroir f“

Am Ende eines Jahres wird traditionell Bilanz gezogen. Was war gut? Was hätte besser laufen können? Was wird in Erinnerung bleiben? Denken wir zurück, so fällt jedem sicher sofort die „Turbolese“ ein. Selten wurden die Trauben in solch kurzer Zeit geerntet. Die Werkstatt unter freiem Himmel sorgte dafür, dass die Nerven der Winzerinnen und Winzer bis aufs Äußerste angespannt waren. Jeden Tag warteten andere Herausforderungen. Ohne selektive Lese ging nichts, denn Qualität war die oberste Maxime! Es ist sicherlich kein einfacher Jahrgang, das ganze Können der Winzer und Kellermeister war und ist gefragt.  

 

Rund 490.000 Hektoliter sind in die Keller gekommen. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von ca. 81 hl/ha wurden rund neun hl/ha mehr geerntet als im Vorjahr. Das durchschnittliche Mostgewicht von 85 Grad Oechsle und ein Prädikatsweinanteil von 60 bis 65 Prozent können sich durchaus sehen lassen. Bei den Rebsorten erwiesen sich der Silvaner und der Weiße Burgunder als klare Gewinner. Sie steckten die Niederschläge zur Zeit der Weinlese am besten weg.

 

Aber nicht nur die Ernte bleibt in Erinnerung. Über die gesamte Vegetationsperiode hinweg waren die Winzer in Alarmbereitschaft. Der sehr frühe Austrieb mit der Gefahr von Spätfrösten sowie Erdraupen, Mäuse, Wildschweine und anderes Getier sorgten dafür, dass es in den Weinbergen nicht langweilig wurde.  

Neben vielen Sorgen, gab es aber auch freudige Anlässe. In München wurden im Mai die begehrten „Weinoscars“ verliehen. Der bekannte Journalist und Karikaturist Dieter Hanitzsch überreichte die zehn „Best of Gold“-Trophäen für die besten Frankenweine an die Weingüter Höfling (Eußenheim), Schmitt’s Kinder (Randersacker), Ernst Popp (Iphofen), Geiger & Söhne (Thüngersheim), Armin Heilmann (Alzenau-Michelbach), Horst Sauer (Escherndorf), Rainer Sauer (Escherndorf), Juliusspital (Würzburg), Staatlicher Hofkeller (Würzburg) und die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG, Veitshöchheim).

Auch bei internationalen Wettbewerben standen die fränkischen Winzer einmal mehr im Rampenlicht. Bei der „awc vienna“ gingen gleich fünf Trophies nach Franken. Die Weingüter Manfred Braun (Nordheim), Meintzinger (Frickenhausen), Geiger & Söhne (Thüngersheim) und Horst Sauer (Escherndorf) sowie die Winzergemeinschaft Franken (GWF, Kitzingen) setzten sich hier an die Spitze. In London wurde Horst Sauer bei der „Wine and Spirit Competition“ (IWSC) erneut zum „German Wine Producer of the Year“ gekürt. Außerdem gewann er mit seinen Weinen bei der „International Wine Challenge“ (IWC) insgesamt neun Trophies. Die Erfolge auf nationalem und internationalem Parkett machen den Präsidenten des Fränkischen Weinbauverbandes Artur Steinmann sehr glücklich: „Vom Kleinstbetrieb bis hin zur großen GWF, sie alle erzeugen eine Qualität, die sich weltweit messen kann“.

Ebenso freut sich Steinmann über das große Engagement der fränkischen Jungwinzer. „Da bewegt sich momentan viel. Die Winzerjugend ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Sie wird zukünftig auch in den Arbeitskreisen des Fränkischen Weinbauverbandes stärker mitarbeiten“. In einem Workshop haben die Nachwuchswinzer Anfang des Jahres gemeinsam zahlreiche Ideen entwickelt, mit deren Umsetzung bereits begonnen wurden ist.  

Das Weintourismuskonzept „Franken-Wein.Schöner.Land!“ ging 2014 mit 246 hochwertigen Genussanlässen in die achte Runde. Das Gemeinschaftsprojekt des Fränkischen Weinbauverbandes mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und dem Tourismusverband Franken erfährt überall viel Lob und Anerkennung. Der Weinkulturpreis 2014 wurde an den Winzer- und Bürgerverein Gambach e.V. verliehen, stellvertretend für die vielen Weinbauvereine in Franken, die sich der Weinkulturlandschaft mit Leidenschaft und großem Engagement widmen.

Ein neues weintouristisches Highlight gibt es seit Juni in Sommerhausen. Nach Iphofen und Volkach ist hier der dritte magische Ort des Frankenweins (‚terroir f‘) entstanden. Passend zum Motto „Wein & Kunst“ wurden in der Lage Sommerhäuser Ölspiel sieben Skulpturen aus ganz unterschiedlichen Materialien aufgestellt, die sich alle mit dem Thema „Winzer/Häcker“ befassen. Neben den außergewöhnlichen Kunstwerken beeindruckt der Aussichtpunkt mit einer fantastischen Fernsicht bis zur Festung Marienberg in Würzburg.


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