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Christin Ungemach holt sich Frankens Weinkrone

Die 59. Fränkische Weinkönigin heißt Christin Ungemach und kommt aus Nordheim (Lkr. Kitzingen). In einer spannenden Wahlveranstaltung im Würzburger Vogel Convention Center setzte sich die 22-Jährige Weinbau-Studentin gegen ihre Mitbewerberin durch und tritt somit die Nachfolge von Marion Wunderlich an.

Charmant und kompetent

Das Würzburger Vogel Convention Center droht fast aus allen Nähten zu platzen, als am Donnerstagnachmittag Christin Ungemach aus Nordheim und Julia Schneider aus Wipfeld (Lkr. Schweinfurt) in den Ring steigen und nach der Fränkischen Weinkrone greifen. Beide haben eine große Fangemeinde mitgebracht und sind als Weinprinzessinnen ihrer Heimatorte auf diesen Tag optimal vorbereitet.

In einer ersten Vorstellungsrunde erfahren die zahlreichen Winzerinnen und Winzer sowie Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, dass die 22-jährige Christin Ungemach Weinbau und Oenologie am Weincampus in Neustadt an der Weinstraße studiert und ihrer Freizeit Klarinette und Saxophon spielt. Als Wein präsentiert sie den Gästen einen Müller Thurgau Kabinett, denn sie selbst kreiert hat und der als „vinum ferum“ so wild sei wie sie. Danach betritt 21-jährige Julia Schneider die Bühne. Als gelernte Bankkauffrau steht sie bei der VR-Bank Schweinfurt am Service-Schalter und rät auf die Frage nach einer sinnvollen Gelanlage eine Investition in den Frankenwein, denn der hat die meisten Prozente. In ihrer Freizeit ist sie vor allem sportlich unterwegs und spielt gerne Korbball. Als Wein präsentiert sie den Gästen eine Traminer Spätlese, von dem sie schwärmt, dass dieser Wein sie einfach immer glücklich mache. Bei den sich anschließenden Standartfragen müssen die beiden Kandidatinnen ihr Fachwissen unter Beweis stellen: Es geht um den Klimawandel und seine Auswirkungen für Franken und den Weinbau, um die alternative Ausbaumethode „Orange Wine“, bei der Weißwein wie Rotwein ausgebaut wird, und um „Wine in moderation“, worunter man den maßvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Wein versteht. In einer abschließenden Fragerunde müssen die beiden Kandidatinnen Barack Obama vom Frankenwein überzeugen, erklären wie Wein und Gesundheit zusammen passen und das Marketingkonzept Wein.Schöner.Land vorstellen.

Qual der Wahl

Dann ist es endlich soweit: Die 130-köpfige Jury aus Politik, Kultur und Medien muss sich für eine der beiden jungen Frauen entscheiden. Bereits im ersten Wahldurchgang fällt die Entscheidung für Christin Ungemach, die nicht nur die Nachfolge von Marion Wunderlich aus Tauberrettersheim (Lkr. Würzburg) antritt, sondern in gewisser Weise auch in die Fußstapfen ihrer Mutter Petra tritt, die 1987/88 Fränkische Weinkönigin war.

Einen ersten Vorgeschmack auf das, was Christin Ungemach erwartet, liefert Marion Wunderlich dann beim Rückblick auf ihre Amtszeit. An insgesamt 380 Tagen absolviert sie 416 Termine im In- und Ausland und legt insgesamt 85.000 Kilometer zu Land, zu Wasser und zu Luft im Dienste des Frankenweins zurück. „Es ist eine unvergessliche Zeit und es wird wohl Jahre dauern, bis ich das alles verarbeitet habe“, so Marion Wunderlich. Weinbaupräsident Artur Steinmann lobt Wunderlich einen echten Sympathieträger für den Frankenwein.

Foto: Rudi Merkl

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