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Bundesausschuss für Weinforschung tagte in Veitshöchheim

Der Klimawandel schafft ausgeprägtere Jahrgangsweine und neue Herausforderungen für Weinanalytik und Kellermeister. Darüber waren sich die Mitglieder des Bundesausschusses für Weinforschung (BfW) bei ihrer Jahrestagung in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim einig. Aus den Trauben mit oft hohen Zuckergehalten entstehen Weine mit hohen Alkoholgehalten. Das aus diesem Grund geschaffene Forschungsprojekt „Alkoholmanagement“ führte bisher allerdings nicht zu den erhofften Lösungen, war auf der Tagung zu erfahren. „Die einfachste Methode der Alkoholreduzierung bestünde darin, die Trauben einfach früher zu ernten,“ erklärte Dr. Martin Geßner vom Fachzentrum Analytik der LWG. Doch scheide dieses Verfahren wegen der dann mangelnden physiologischen Reife der Beeren und der damit verbundenen Geruchs- und Geschmackseinbußen aus.

Der Bundesausschuss für Weinforschung tagte zum ersten Mal in Veitshöchheim. Der BfW setzt sich aus Wissenschaftlern der deutschen Weinforschungseinrichtungen und der Lebensmittelüberwachung sowie aus Vertretern des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zusammen. Er berät das BMEL in Fragen der Weinbauwissenschaft und Weinforschung und fördert die Verbindungen der auf dem Sektor Wein arbeitenden Wissenschaftler gleicher und verwandter Wissensgebiete untereinander sowie zur Praxis.

Bei einer Exkursion durch das Anbaugebiet Franken erläuterte Dr. Geßner das Wassermanagementsystem der VINAQUA und zeigte, dass sich Trinkwassergewinnung und weinbauliche Nutzung in der Lage Volkacher Ratsherr gut ergänzen. Ferner besuchten die Tagungsteilnehmer das VDP-Weingut Michael Fröhlich in Escherndorf, die Genossenschaft DIVINO in Nordheim und das Familienweingut Reis in Würzburg.

Margitta Dosch-Sebold ausgebildete Weinerlebnis und Gästeführerin erläuterte an dem Aussichtspunkt terroir f oberhalb von Escherndorf die Einzigartigkeit dieser Lage. Die Tagestemperatur von weit über 30 Grad Celsius bewies den Teilnehmern mühelos, dass sie sich in einer der wärmsten Weinlagen Frankens befanden.

Foto: LWG

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