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Bayerische Wirtschaftsnacht 2014

Rustikal und bodenständig war der Empfang für die Bayerische Staatsregierung, die der Einladung der vbw zur 7. Bayerischen Wirtschaftsnacht unter dem Motto Starkes Bayern in Europa in der Almhütte an der Galopprennbahn Riem in München gefolgt war.

Ein Zitat von Franz Josef Strauß aus dem Jahre 1984 macht die Bedeutung der Vereinigung Europas deutlich: „Der Weg zur Einigung Europas ist ein langer historischer Weg, auf dem es manchmal auch Rückschläge und Stagnation gibt, aber auf dem es dann doch immer wieder weiter geht. Wer Europa unter dieser historischen Perspektive sieht, der wird trotz aller unerfreulichen Begleiterscheinungen im Hinblick auf das Ziel Optimist sein. Wenn wir nicht Optimisten sind, werden wir Europa nie gestalten können.“

vbw Präsident Alfred Gaffal begrüßte als Gäste, die Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer mit seinem Kabinett der Bayerischen Staatsregierung, Bundesminister Alexander Dobindt, die Fraktionsvorsitzenden von CSU Thomas Kreuzer, SPD Markus Rinderspacher sowie den CSU Generalsekretär Andreas Scheuer.

In seiner Begrüßungsrede betonte Gaffal, dass die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist Europa- noch Euroskeptiker ist, sondern wir sind bekennender Europäer und das habe handfeste Gründe. Über die Hälfte unserer bayerischen Exporte gehen in europäische Länder. Jeder vierte Arbeitsplatz bei uns hängt von der Exportwirtschaft ab. Bayern ist so erfolgreich, weil wir exportstark sind und Bayerns Stärke ist gut für ganz Europa. Eine aktuelle vbw Studie beweise: Der Bedarf an Vorleistung für die heimische Industrie sorgt in den anderen Ländern der EU für 3,5 Millionen Arbeitsplätze. Damit sei widerlegt, die Exporte der Bundesrepublik Deutschland gingen zu Lasten der anderen EU-Staaten.

Zukunftsrat
Gaffal erinnerte daran, dass er im letzten Jahr bei der Bayerischen Wirtschaftsnacht eine Agenda 2020 sowie die Konstituierung eines Zukunftsrates angekündigt habe. In der letzten Woche sei nun dieser Zukunftsrat gegründet worden mit dem Projektpartner TU München und ihrem Präsidenten Professor Wolfgang Herrmann.

Mit diesem Zukunftsrat will die vbw die technologischen Trends in den Blick nehmen, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf den Mittelstand zukommen. Der Zukunftsrat soll Handlungsorientierung geben, Netzwerke schaffen und einen Blick über den Tellerrand des Alltagsgeschäftes hinaus ermöglichen.

Gaffal dankte der Staatsregierung, dass sie hier und in vielen anderen Bereichen mit der vbw an einem Strang ziehe.

Sehr kritisch setze sich der vbw Präsident mit der Bundespolitik auseinander, insbesondere mit den Überlegungen für einen gesetzlichen Mindestlohn, die größtenteils beitragsfinanzierten Rentenprobleme und die ständige Beschneidung bei Werk- und Zeitverträgen. Er appellierte an die Bundesregierung, die Reform der Agenda 2010 nicht scheibchenweise zurückzunehmen sondern fortzuschreiben, wie es die Agenda 2020 der vbw vorsehe.

Europa
Ministerpräsident Horst Seehofer unterstrich in seiner Rede: "Schon vor sechs Jahrzehnten hat Franz Josef Strauß Europa als Schicksalsgemeinschaft benannt.
100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs, 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und 10 Jahre nach der EU-Osterweiterung haben wir in Europa viel erreicht. 500 Mio. Europäer leben in einer historisch einzigartigen Ära von Frieden und Wohlstand. Das ist eine großartige Gemeinschaftsleistung und Auftrag für die Zukunft! Wir wollen die ‘Erfolgsgeschichte Europa‘ gemeinsam fortschreiben."

Bundespolitik
Auch Richtung Berlin zeigte Seehofer die Prioritäten auf. „Erstens keine neuen Schulden. Zweitens keine Steuererhöhungen. Drittens Investitionen in die Zukunft:
Wir haben in der Großen Koalition 23 Mrd. Euro für Zukunftsinvestitionen beschlossen – davon allein 6 Mrd. für Bildung, 3 Mrd. für Forschung und 5 Mrd. für die Infrastruktur. Und dann viertens steuerliche Entlastung. Ich versichere Ihnen: Die Staatsregierung sorgt dafür, dass die Kalte Progression und die Gebäudesanierung Thema bleiben!"

Rahmenprogramm
Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Hinterberger Musikanten und eine Feuershow Fantôme des Flammes beendete diesen Abend bei sommerlichen Temperaturen.

Die vbw, der inzwischen 111 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände in Bayern angehören, präsentierte sich mit dieser hochrangig besetzten Veranstaltung eindrucksvoll als die bayerische Wirtschaft.

Foto: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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