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Authentisch und mit höchster Qualität: Genussvolle Reisen zum Frankenwein

Die im Jahr 2007 aus der Taufe gehobene Kampagne „Franken – Wein.Schöner.Land!“ für niveauvolle Reisen zum Frankenwein ist inzwischen bestens am Markt etabliert. Rund um den Frankenwein werden mit dem bundesweit einzigartigen Projekt hochwertige Angebote für den genussorientierten Gast und Weinfreund erfolgreich vernetzt. Dabei wird größten Wert auf herausragende Qualität und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote gelegt. 2014 geht die Kampagne in die achte Runde – und das mit insgesamt 246 hochwertigen und zertifizierten Genussanlässen. Die Urkunden für die neuen Anbieter sowie der jährliche Weintourismuspreis wurden am 31. Januar 2014 bei einem Festakt in der Karl-Knauf-Halle In Iphofen verliehen. Eingeladen hatten hierzu als Projektinitiatoren der Fränkische Weinbauverband, die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, der Tourismusverband Franken und die Tourismusgebiete im Weinland Franken.

Der herausragende Erfolg der Kampagne zeigt sich etwa an der überwältigenden Nachfrage nach der hochwertigen, knapp 250 Seiten starken Broschüre, die für 2014 neben den notwendigen Aktualisierungen auch unter gestalterischen Aspekten aufgewertet wurde. Weitere Belege sind vor allem aber auch die hohen Zugriffszahlen im Onlinebereich (Website, App). Dass die Kampagne immer mehr Freunde findet, zeigt zudem die Facebook-Fanseite von „Franken – Wein.Schöner.Land!“: In den letzten 12 Monaten hat sich die Zahl der Facebook-Fans auf über 14.000 verdoppelt.

Die 246 Genussanlässe einer Reise zum Frankenwein vereint insbesondere die anspruchsvolle Qualitätsphilosophie mit hohen Qualitätskriterien und regelmäßigen „Mystery Checks“. Neu hinzugekommen ist die Einbindung von Bewertungsportalen.

Dokumentiert wird die Aufnahme in „Franken – Wein.Schöner.Land!“ mit Hausschild und Urkunde für die jeweiligen Anbieter: Insgesamt 38 neue Anbieter aus den Bereichen „Weinfeste“, „Gasthäuser & Weinstuben“, „Restaurants“, „Urlaub auf dem Winzerhof“, „Gästeführer Weinerlebnis Franken“, „Winzer & Weingüter“ sowie „Weinwanderwege“ erhielten die Auszeichnungen bei der Festveranstaltung in Iphofen.

Damit reihen sich die neuen Anbieter in die Premiumkampagne ein, die zudem die Themen „Heckenwirtschaften“, „Feines aus Weinfranken“, „Vinotheken“, „Flying Weindozenten“, „terroir f“ und „AchitekTouren“ vereint. Auf besondere Weise werden somit abwechslungsreiche Möglichkeiten präsentiert, das Weinland Franken authentisch und als Heimat von engagierten Gastgebern, Winzern und Weinliebhabern zu erleben. Bestätigt wird diese Philosophie auch durch die Ausführungen des Tourismusberaters Werner Taurer in seinem Fachvortrag „Die neue Sehnsucht nach Heimat“.

Was Menschen, deren Herz für ihre Heimat und Kultur schlägt, alles bewegen können, zeigte der Weintourismuspreis, mit dem seit 2009 der Fränkische Weinbauverband, die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, der Tourismusverband Franken und die Tourismusgebiete im Weinland Franken jährlich Verdienste um den Weintourismus würdigen. In Iphofen überreichten der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes und Landrätin Tamara Bischof den Weintourismuspreis 2014 an den Winzer- und Bürgerverein Gambach e.V., vertreten durch seine Vorstandschaft mit Walter Steinbach, Roland Reusch, Susanne Steinbach und Mathias Kohlmann.

Gambach, Stadtteil von Karlstadt, liegt an der Nahtstelle zwischen Buntsandstein und Muschelkalk. Die Region ist, wie Artur Steinmann in seiner Laudation betonte, „nicht nur ein einzigartiges Terroir für den Frankenwein, sondern auch wegen ihres Artenreichtums ein Naturschutzgebiet von mitteleuropäischer Bedeutung“. Vor allem finde man hier einen kleinparzelligen Weinbau mit einer Vielzahl von Trockenmauern vor: insgesamt 500 Mauern mit einer Länge von 10 Kilometer. „Gerade solche Steil- und Terrassenlagen“, so Steinmann, „zählen weltweit zu den wohl beeindruckendsten Kulturlandschaften, die die Menschheit durch ihre landwirtschaftliche Nutzung geschaffen und über Jahrhunderte gepflegt und gewahrt hat“. In der jüngsten Vergangenheit sei aber gerade dieses Erbe durch die zunehmende Industrialisierung, dem Klimawandel und auch den strukturellen Veränderungen im ländlichen Raum massiv bedroht worden. In der Weinlage Gambacher Kalbenstein kam noch hinzu, dass der Berg quasi totgesagt gewesen und der Name Kalbensteinberg beinahe ausgestorben sei, da es keine Flasche Wein mit einem Etikett mehr aus der Lage gab.

Doch so weit musste es dank dem 2005 gegründeten Winzer- und Bürgerverein Gambach e.V. nicht kommen. Seine 41 Mitglieder brachten auf beispielgebende Weise wieder Leben in die Weinberge. Bereits 2006 realisierten sie einen Lehrpfad durch die 14 Hektar große Lage und bauten auch erstmals wieder Trockenmauern auf. Später legten sie einen historischen Weinberg mit gemischtem Satz und Dreipfahlerziehung an. 2008 folgte die Eröffnung einer neu gebauten Winzerhütte, die seitdem einmal im Monat geöffnet und durch den Verein bewirtschaftet wird. „Sie ist“, erläuterte Steinmann, „mittlerweile ein Geheimtipp unter den Weinwanderern und trägt dazu bei, dass viele Gäste die Weinbergsterrassen bei einem guten Glas aus der Lage Gambacher Kalbeinstein aus nächster Nähe erfahren können“. Nicht unerwähnt ließ Steinmann den Bau einer Weinbergskapelle, die von Bürgern gestiftet wurde und das stimmige Bild dieser Weinkulturlandschaft vervollständigt. „Der Weintourismuspreis 2014“, so Steinmann, „stehe stellvertretend für die vielen Weinbauvereine in Franken, die sich der Herausforderung Weinkulturlandschaft mit Leidenschaft und großem Engagement widmen. Damit setzen wir ein Zeichen, dass es sich lohnt, für die Weinkulturlandschaft in Franken zu arbeiten und zu leben.“

„Mit einem Umsatz von 3,24 Mrd. Euro hat der Tourismus im Weinland Franken nach einer Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institutes an der Universität München (dwif) nachweislich einen hohen Stellenwert“, so Olaf Seifert, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Franken. Seifert appellierte daher an alle Anbieter sich ergänzend zu den Investitionen im kommunalen Bereich nachhaltig in die Kampagne „Franken – Wein.Schöner.Land!“ einzubringen.

 

v.l.n.r. Artur Steinmann (Präsident Fränkischer Weinbauverband), Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Preisträger Richard Steinbach, Susanne Steinbach, Walter Steinbach und Steffen Bauer, Landrätin Tamara Bischof, Bayerischer Landwirtschaftsminister Helmut

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