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Aktion „Baum für Frankens Weinberge 2014“

Bereits am Morgen nach ihrer Wahl hatte die neue Fränkische Weinkönigin Christin Ungemach ihren ersten Einsatz. In der Weinlage „Falkenberg“ im Donnersdorfer Ortsteil Falkenstein pflanzte sie eine Säuleneiche und startete damit die Aktion „Baum für Frankens Weinberge 2014“.

„Bäume sind sehr wichtig für die Landschaft. Man pflanzt sie heute für die nächste Generation. Ein Baum kann die Kulturlandschaft prägen“, sagte Frankens Weinbaupräsident und Leiter des Arbeitskreises „Franken-Wein.Schöner.Land!“ Artur Steinmann in seiner Begrüßungsrede. Zum 15. Mal wird die Aktion heuer durchgeführt. „Im Laufe der Jahre wurden mehrere 1.000 die Weinbergskulturlandschaft prägende Bäume sowie rund 1.000 Strauchrosen gepflanzt“, so Steinmann.  

Ziel des Arbeitskreises „Franken-Wein.Schöner.Land!“ im Fränkischen Weinbauverband ist es, die Erlebnislandschaft Weinfranken noch attraktiver zu gestalten. Mit der Ausgabe von je einer Säuleneiche an die Weinbauvereine in Franken sind alle Winzer eingeladen, in Zukunft auch die Säuleneiche verstärkt in ihren Weinbergen zu pflanzen und so das Landschaftsbild zu bereichern. Der Bezirksverband Unterfranken des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. übernimmt im Namen der Volks- und Raiffeisenbanken die Kosten für die Bäume.

Die Säuleneiche (Quercus robur ‚Fastigiata‘) auch Pyramideneiche genannt, ist die Säulenform der bekannten heimischen Stieleiche. Im Jahr 1781 beschrieb man sie erstmals als eigenständige Sorte. Da die Säuleneiche damals eine botanische Rarität war, wurden die seltenen Eicheln dieses Baumes sehr teuer gehandelt. Sämtliche kultivierten Pyramideneichen in Zentral- und Nordeuropa stammen von der sog. „Schönen Eiche“ in Babenhausen ab, der mit einem Alter von ca. 570 Jahren ältesten bekannten Säuleneiche.

Die Säuleneiche ist langlebig, anspruchslos, frosthart und windfest. Optimal gedeiht sie auf tiefgründigen, nährstoffreichen, frischen bis feuchten Böden und in sonnigen Lagen. Nur langsam wachsend wird sie bis 20 Meter hoch, aber lediglich bis ca. 4 Meter breit. In der Jugend sehr schmal, entwickelt sie sich mit den Jahren zu einer stattlichen, markanten Säule. Die Säuleneiche ist ein landschaftsprägender Baum, der gezielt Akzente in der Landschaft setzt.

Neben der landschaftsgestalterischen Wirkung in den Weinbergen hat der Baum weitere Bedeutung. Eichenholz und Wein gehen in den Barriquefässern eine wertsteigernde Symbiose ein. Darüber hinaus ist die Stiel-/Säuleneiche in Deutschland der häufigste Wirtsbaum für die begehrte Burgundertrüffel.

Der Arbeitskreis “Franken-Wein.Schöner.Land!“ und das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken begleiten die Aktion mit Plakaten, Faltblättern und der Ausstellung „Gehölze – prägende Bestandteile von Weinbergen“.

Kostenloses Informationsmaterial zur Aktion und die Ausstellung „Gehölze – prägende Bestandteile von Weinbergen“ können beim Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken angefordert werden:

Telefon: 0931/4101-0, Fax: 0931/4101-500, E-Mail: poststelle@ale-ufr.bayern.de


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