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| Im Haus des Frankenweins wurde die neue Kampagne erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit von der Partie war auch „Edgar“, der als erfolgreicher und lebenslustiger Weingenießer aus dem Bocksbeutel herausgrüßt. Im Bild von links Dr. Hermann Kolesch, Hermann Schmitt, Sonja Höferlin, Michael Schweinberger und Weinbaupräsident Andreas Oestemer. |
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Vorhang auf für den neuen Auftritt des Frankenweins
Frankenwein. Der Wein mit Charakter
Neuer Auftritt für den Frankenwein
Nach 18 Monaten Entwicklungszeit ist etwas Gutes gereift: Die neue Dachmarke für den Frankenwein. Mit dem einprägsamen Slogan „Frankenwein. Der Wein mit Charakter" wird zukünftig für den Wein der Region geworben. Der markante Schriftzug, kombiniert mit einem darüber stehenden grünen Bocksbeutel, dem links und rechts zwei halbe Bocksbeutel zur Seite gestellt sind, bildet das neue Logo. Beim genauen Hinsehen ist zwischen den Flaschen zusätzlich die Silhouette zweier Weingläser erkennbar.
Im Mittelpunkt der Werbeauftritte steht der Bocksbeutel. Allerdings ist es kein Bocksbeutel, der mit Wein gefüllt ist, sondern er hat die Funktion eines großen Schlüssellochs, durch das der Betrachter etwas Ansprechendes und Emotionales sieht. Mit Charakter-, Food- und Entschleunigungsmotiven wird auf Plakaten und Anzeigen geworben. Verbunden sind die Bilder in der Silhouette des Bocksbeutels mit prägnanten Sätzen, wie „Wer seine Stärken kennt, darf auch mal schwach werden", „Wer seinen eigenen Kopf hat, darf auch mal auf seinen Bauch hören" und „Wo man viel vom Wein versteht, versteht man auch viel vom Leben."
„Es gibt wohl kein anderes Weinanbaugebiet Deutschlands, in dem so viel Dynamik herrscht, wie in Franken", so der Geschäftsführer der Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland Hermann Schmitt. Daher sei es dringend notwendig gewesen, diese Dynamik auch von Seiten der Gebietsweinwerbung aufzufangen und den Frankenwein neu in Szene zu setzen und auch außerhalb Frankens bekannt zu machen.
Rund 1 ½ Jahre hat sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Sonja Höferlin, Weingutsleiterin des Bürgerspitals, Michael Schweinberger, Geschäftsführender Vorstand der Winzergemeinschaft Franken (GWF), Dr. Hermann Kolesch, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Andreas Göpfert, Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland GmbH, und Hermann Schmitt, Geschäftsführer der Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland GmbH, intensiv mit der neuen Dachmarke beschäftigt.
„Uns war wichtig, die Aufgabenstellung fundiert anzugehen, d. h. wir haben mit einer intensiven Marktforschung begonnen und zwar mit einem tiefenpsychologischen Ansatz, wie er bei Markenartiklern gang und gäbe ist", so Michael Schweinberger. Über 200 Personen in Hamburg, Düsseldorf, Nürnberg und München wurden von einer Hamburger Marktforschungsagentur befragt. Das Ergebnis zeigt: Der aktuelle Verwender von Frankenwein ist älter als 55 Jahre, verfügt über ein hohes Bildungsniveau, ein gehobenes Einkommen und ist in verantwortungsvollen Berufen tätig. Er liebt es gesellig und gemütlich, ist bodenständig und hat einen hohen Anspruch an Qualität. Alles in allem findet er sich in der Gruppe der „Konservativen" wieder.
Mit der aktuellen Kampagne soll nun eine neue Zielgruppe erreicht werden. Frauen und Männer von über 30 bis zu den „Best Agern". Diese besitzen ein hohes Bildungsniveau, ein hohes Einkommen, sind selbstbewusst und ehrgeizig und haben einen hohen Anspruch ans Leben. Sie gelten bei den Marktforschern als „Kultivierte". Auf diese Gruppe sollen die Aktivitäten zukünftig fokussiert werden.Nach einer Sichtung von zehn Agenturen erhielten vier Agenturen den Auftrag, erste Vorschläge und Ideen zu unterbreiten. Die Agentur FJR aus München wurde letztendlich mit der Umsetzung betraut.
„Die Herausforderung war", so Sonja Höferlin, „einerseits eine harmonische und wertige Kampagne zu entwickeln, aber auch andererseits die Ecken und Kanten des Frankenweins selbstbewusst und vielleicht sogar mit etwas Selbstironie darzustellen! Die Franken sind ja bekannt für ihren Humor!"
Mit dem Bocksbeutel-Element als zentralem Motiv sollen vor allem neue und jüngere Zielgruppen angesprochen werden. „Dabei wird sich nicht an die gewendet, die bereits Frankenweintrinker sind, sondern an die, die es einmal werden sollen", erklärt Hermann Kolesch.