verschlusssache
Wer kennt die Situation nicht. Man freut sich auf eine gute Flasche Wein. Sie wird aus dem Keller geholt, geöffnet, probiert und die Enttäuschung ist groß. Der Wein schmeckt nach Kork.
2,4,6-Trichloranisol (TCA) heißt die Substanz, die da-für verantwortlich ist. Sie entsteht bereits während der Lagerung der Korkrinden und hat fatale Folgen für die Weinqualität.
So ist es nicht verwunderlich, dass der Naturkork als Flaschenverschluss immer mehr Konkurrenz bekommt. Hat sich der Schraubverschluss für Literflaschen bereits seit vielen Jahren durchgesetzt, so werden jetzt immer öfter auch fränkische Bocksbeutel mit einem alternativen Verschluss versehen.
Für junge, frische Weine wird vielfach der Kunststoffstopfen eingesetzt. Er ähnelt rein äußerlich einem Korken, allerdings besteht keinerlei Gefahr eines Korkschmeckers. Der Korkenzieher kommt weiterhin zum Einsatz und auf den „Plopp“ muss ebenfalls nicht verzichtet werden.
Auf dem Vormarsch ist auch der Premiumdrehverschluss für den Bocksbeutel. Er hat innen eine Zinn-Saran-Dichtung, die aus der Lebensmittel-branche stammt, und als absolut unbedenklich eingestuft ist. Der Verschluss wirkt optisch sehr ansprechend und ist für Jedermann leicht zu öffnen. Statt „plopp“ macht es hier „klick“.
Seit Beginn des Jahres 2005 erobert der Glasverschluss „Vino-Lok“ unaufhaltsam Franken. Nachdem zunächst die Flaschenmündung der fränkischen Traditionsflasche angepasst werden musste, glänzt der elegante Glasstopfen heute bereits auf vielen Premiumweinen.
Im Weingut Wirsching in Iphofen hat man sich zum Thema „Verschlüsse“ etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Jeweils 5.000 Bocksbeutel einer trockenen Silvaner Spätlese aus dem Jahr 2004 wurden mit Naturkork, Premiumschraubverschluss und Glasverschluss „Vino-Lok“ verschlossen. Jetzt ist Dr. Heinrich Wirsching sehr gespannt, welchen Verschluss seine Kunden bevorzugen.
Wer sich ein Bild von den unterschiedlichen Verschlüssen machen möchte, der kann das 6er Probier-Set „Verschlusssache“ aus dem Hause Wirsching bestellen.