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| Im Mittelpunkt der WeinGala standen die Gewinner der Bayerischen Staatsehrenpreise |
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| Aber auch die anderen Ehrenpreisträger konnten stolz ihre Auszeichnungen entgegen nehmen. |
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| Präsident Andreas Oestemer bedankte sich bei Axel Robert Müller und Jennifer Herbert für die Moderation. |
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| Den Ball eröffneten die Weinprinzessinnen mit ihrer Polonäse. |
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| Der Schokobrunnen lud ein zur Verkostung der besonderen Art. |
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| Im Nebenraum konnten zahlreiche edle Weine verkostet werden, die nach Qualitätspyramide Franken ausgewählt wurden. |
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| Ein Walzer mit dem Präsidenten! |
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Verleihung der Bayerischen Staatsehrenpreise
Eine Gala für den Frankenwein
Mit einem Galaabend in den Mainfrankensälen feierten Frankens Winzer ihre aktuellen Erfolge. Im festlich dekorierten und stimmungsvoll illuminierten Ambiente führten die Fränkische Weinkönigin Jennifer Herbert und der bekannte Bayern3-Moderator Axel-Robert Müller unterhaltsam durch das abwechslungsreiche Abendprogramm mit Ehrungen, musikalischen Darbietungen, Tanz und vielen guten Weinen.
„Als Krönung langjähriger erfolgreicher Qualitätsanstrengungen“ zeichnete der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten Ministerialdirektor Josef Huber drei fränkische Topbetriebe mit dem Bayerischen Staatsehrenpreis aus: Das Weingut Herbert und Manfred Braun aus Nordheim (Lkr. Kitzingen) erhielt den Preis für einen 2005er Nordheimer Kreuzberg Müller-Thurgau Kabinett trocken, das Weingut Rainer Sauer aus Escherndorf (Lkr. Kitzingen) für eine 2005er „L“ Silvaner Spätlese trocken, sowie das Weingut Bürgerspital aus Würzburg für eine 2005er Würzburger Pfaffenberg Weißburgunder Spätlese trocken (Holzfass).
Die höchste bayerische Auszeichnung ist ein ideeller Preis mit dem Ziel, den Preisträgern Anerkennung für ihr konsequentes Qualitätsstreben auszusprechen. Es wird jeweils der Betrieb geehrt, der in den vergangenen drei Jahren in seiner Betriebsgrößenklasse (bis zu 4 Hektar, 4 bis 40 Hektar, über 40 Hektar) die beste Prämierungsquote erzielt hat, und somit den höchsten Anteil an prämierten Weinen an seiner Gesamtproduktion aufweisen kann.
Das Weingut Herbert und Manfred Braun aus Nordheim bewirtschaftet rund 3,5 Hektar Weinberge in den Lagen von Nordheim und Volkach. Von der Rebfläche eher klein, von der Qualität her aber ganz groß – so lässt sich der Familienbetrieb beschreiben. Für das stetige und gezielte Streben nach den jeweils besten und typischsten Weinen der Region wurde das Weingut bereits dreimal mit dem Bayerischen Staatsehrenpreis belohnt.
Vielfältige Ehrungen kann auch das Weingut Rainer Sauer in Escherndorf aufweisen. Schon im Jahr 2000 wurde das konsequente Qualitätsstreben mit einem Staatsehrenpreis ausgezeichnet. Dazu kommen Bundesehrenpreise, Siege bei „Best of Gold“ und zwei Goldene Rebscheren beim internationalen Silvaner-Wettbewerb. Der Silvaner ist die ganz große Leidenschaft von Winzer Rainer Sauer. Die fränkische Traditionssorte baut er auf gut 50 Prozent der rund acht Hektar Weinberge an.
Ganz der Qualität verschrieben hat sich ebenfalls das Weingut Bürgerspital in Würzburg, das rund 110 Hektar Rebflächen in den besten Weinlagen Würzburgs besitzt. Eine ganz besondere Rolle spielt der Riesling im Betrieb, der auf rund einem Drittel der Fläche wächst. Als „Dreamteam“ leiten Sonja Höferlin und Helmut Plunien seit 2001 gemeinsam die Geschicke des Weingutes. Eine Fülle von nationalen und internationalen Erfolgen konnten sie auch in diesem Jahr bereits wieder verbuchen.
Den Ehrenpreis der Regierung von Unterfranken erhielt das Weingut Juliusspital in Würzburg. Der Bezirk Unterfranken zeichnete die „Winzer Sommerach – der Winzerkeller“ in Sommerach aus. Der Preis der Weinbruderschaft Franken ging an das Weingut Michael Fröhlich in Escherndorf und der Fränkische Weinbauverband ehrte die Gebiets-Winzergenossenschaft Franken (GWF) in Kitzingen-Reppendorf.
219 Betriebe haben sich in diesem Jahr an der Fränkischen Weinprämierung mit 2.345 Weinpartien beteiligt. 480 Weine erhielten eine Gold-, 890 eine Silber- und 524 eine Bronzemedaille. Das bedeutet eine Erfolgsquote von 81 Prozent. Der größte Teil der angestellten 1.655 Weiß- und 690 Rotweine stammt aus den Jahren 2005 und 2004. Wie bereits im Vorjahr sahnte der Silvaner die meisten Medaillen (374) ab. Ihm folgen die Rebsorten Riesling, Domina, Spätburgunder und Müller-Thurgau. Neben den Weinen standen 36 Sekte zur Prämierung an, von denen drei mit Gold, 13 mit Silber und 10 mit Bronze belohnt wurden. Die Geschmacksrichtung „brut“ dominiert hier mit einem Anteil von über 50 Prozent.
Nach der Preis- und Urkundenübergabe an die Winzer wurden die Erfolge gebührend gefeiert. Eingestimmt durch eine feierliche Eröffnungspolonaise, die die charmanten fränkischen Weinprinzessinnen zusammen mit Jungwinzern einstudiert hatten, hielt es anschließend keinen mehr auf den Plätzen. Bis weit nach Mitternacht wurde zu den Klängen des Savoy Ballroom Orchestras kräftig das Tanzbein geschwungen. Wer von den rund 550 Gästen einmal eine kleine Tanzpause einlegen wollte, der konnte sich im Foyer “Schönen Gläsern“, „Funkelnden Schmuckstücken“ und „Süßen Verführungen“ widmen. Auch die Freunde einer guten Zigarre kamen nicht zu kurz und hatten die Gelegenheit diese mit edlen Tropfen zu kombinieren. Sehr gut besucht war zu jeder Zeit der Degustationsbereich. Hier standen 29 ausgezeichnete Vertreter des „neuen, klassischen und großen Franken“ zur Verkostung bereit.
Weitere Informationen zu den Winzern und ihren prämierten Weinen gibt es im Internet unter www.frankenwein-aktuell.de.
„Ballgeflüster“
„Früher hatten wir eine regionale, traditionell gewachsene Veranstaltung. Diese haben wir umgestaltet und auf ein zeitgemäßes Niveau gebracht. Vor allem wollten wir die jüngere Generation wieder stärker gewinnen, und das ist uns hiermit gelungen. Der fränkische Weinbau muss sich zukunftsorientiert präsentieren und die Zukunft ist die Jugend der Winzerschaft.“
Eugen Preißinger, Vizepräsident des Fränkischen Weinbauverbandes
„In vielerlei Hinsicht hat sich in den vergangen fünf Jahren im fränkischen Weinbau vieles verändert. Ich habe das selber beruflich ja mitverfolgen können. Wenn ich da allein an die Qualitätsoffensive denke, die hier in Franken vollzogen worden ist. Wenn ich sehe, wie junge Winzer sich engagieren, investieren und zukunftsfroh nach vorne blicken. Man sieht das auch an der Art der Weinprämierungsfeier, die vor drei Jahren noch eine ganz andere war. Es sind heute viel mehr Jugendliche hier. Ich glaube, das ist sehr gut für den Frankenwein.“
Josef Huber, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten „Die Weingala ist ein großer Erfolg! So wie die Erfolge der fränkischen Winzer auf nationaler und internationaler Ebene. Ich denke, das hier ist der passende Rahmen, um die Winzer zu feiern.“
Jennifer Herbert, Fränkische Weinkönigin aus Zeilitzheim „In den letzten fünf Jahren hat sich der Frankenwein in einer Weise entwickelt, die wohl niemand für möglich gehalten hätte. Der Frankenwein ist heute in Deutschland Spitze. Dazu tragen unsere Winzerinnen und Winzer natürlich ganz maßgeblich bei, die gemerkt haben, dass man nicht mehr Masse produzieren muss, sondern Qualität. Der Erfolg gibt ihnen Recht und darüber freuen wir uns. Es wird heute mehr deutlich als früher, dass die Winzer alle miteinander eine Gemeinschaft sind. Nicht eine Gemeinschaft, die so vor sich hin arbeitet, sondern eine Gemeinschaft, die gemeinsam nach oben geht. “
Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken
„Die Weingala ist sehr schön. Ich finde die Veranstaltung viel besser als damals auf der Festung. Sie ist einfach moderner und ansprechender - gerade für die Jungen. Von der ganzen Atmosphäre her ist es sehr angenehm und macht viel Spaß.“
Rudolf Glaser, Winzer aus Nordheim „Es ist einfach toll hier. Alles ist sehr locker: Die Preisverleihung, der Tanz hinterher und das gute Essen – einfach klasse. Das richtige Fest, um die Erfolge der Winzer zu feiern.“
Stefan Kremer, Winzer aus Großheubach
„Die Veranstaltung auf der Festung hat mir immer sehr gut gefallen und ich war zunächst sehr skeptisch. Aber diese neue Art der Veranstaltung ist sehr schön. Man begegnet sich hier im Foyer mit einem Glas Wein und führt gute und interessante Gespräche. Das ist Leben, das ist Aufgeschlossenheit – das ist frankengerecht.“
Kurt Münch, ehem. Vorstandsvorsitzender Winzer Sommerach – der Winzerkeller
„Was ich sehe ist supergut! Endlich mal das, was den Frankenwein auszeichnet – Dynamik. Für jeden ist etwas dabei. Und es gibt Gründe zum Feiern! Die Anstrengungen der vergangenen Zeit tragen nicht nur langsam, sondern richtig Früchte. Man merkt es an den Winzern, wie locker sie sind, wie sie sich unterhalten und wie sie aufeinander zugehen. Es gibt nicht mehr den absoluten Konkurrenten, sondern es gibt den Mitbewerber, mit dem man durchaus einmal gut gemeinsam feiern kann. Alle, die hier sind, haben begriffen, dass nur die Qualität siegen kann.“
Hermann Mengler, Prämierungsbevollmächtigter und Fachberater beim Bezirk Unterfranken
„Alle fränkischen Winzer genießen heute das Ergebnis der Arbeit des vergangenen Jahres! Wir haben jede Menge Spaß dabei.“
Martin Mößlein, Jungwinzer aus Zeilitzheim
„Ich finde die heutige Veranstaltung sehr gelungen und sehr wertig. Sie würdigt die Preisträger. Es hat sich in Franken viel getan. Es ist eine Kontinuität, ein Qualitätsstreben eingekehrt. Ein Umdenken hat eingesetzt – weg von der Menge hin zur inneren Qualität des Weines, mit einer sagenhaften weinbaulichen Geschichte auf der einen und einer sagenhaften Kellerwirtschaft auf der anderen Seite.“
Mathias Krönert, Kellermeister der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau