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VDP.Franken feiert Herbstabschluss

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Das Weinjahr 2016, der berühmte „Lump“ und das kulturelle Terroir standen im Mittelpunkt der diesjährigen Herbstabschlussfeier des VDP.Franken in Volkach. Den Auftakt des nachmittäglichen Fachprogramms bildete eine Wanderung mit den ortsansässigen VDP-Winzern durch den Escherndorfer Lump, um diese besondere Lage einmal hautnah zu erleben.

In Escherndorf folgte eine Betriebsführung durch das Weingut Rainer Sauer. Anschließend präsentierten die einheimischen Weingüter Michael Fröhlich, Horst Sauer, Rainer Sauer und Egon Schäffer sowie das Weingut zur Schwane aus Volkach und das Weingut Juliusspital aus Würzburg aktuelle und gereifte Weine aus der besonderen Steillage. 

Bereits 1797 schrieb Pfarrer Andreas Friedrich über den Escherndorfer Lump: “Der Boden des oberen Muschelkalkes, die Hangneigung und die Sonneneinstrahlung haben sich hier zu einer einmaligen Komposition zusammengefunden: zu einem glühenden Kessel von ungekühlten Sonnenstrahlen“. Die Lage umfasst heute rund 35 Hektar, die ausschließlich mit mittel- und spätreifenden Rebsorten bestockt sind (54 Prozent Silvaner, 32 Prozent Riesling). Die Weine aus dem Escherndorfer Lump können von den VDP-Weingütern als VDP.ERSTE LAGE deklariert werden. Für die Erzeugung der Großen Gewächse von Silvaner und Riesling wurden die besten Stücke des Escherndorfer Lumps als VDP.GROSSE LAGE „Escherndorf am Lumpen 1655“ klassifiziert.  

Zum anschließenden „Niederfall“, dem traditionellen Erntedankfest der Prädikatsweingüter, trafen sich alle VDP-Winzer und ihre Gäste auf der Vogelsburg (Volkach). In der Kirche Mariä Schutz hielt Master of Wine Janek Schumann (Lichtenwalde) den Festvortrag zum Thema „Das kulturelle Terroir – Würzburg und seine historischen Lagenklassifikationen.“

Eine Bilanz des Weinjahres 2016 zog Fachberater Hermann Mengler (Bezirk Unterfranken): „Schaltjahre sind Krawalljahre sagt schon der Volksmund. Diese Jahre sind wirklich sehr häufig von besonderen Naturereignissen betroffen. So war es auch 2016. Klirrende Kälte Ende April, später dann regional Hagel sowie Regen, Regen, Regen. Mitte August gab es glücklicherweise die Wende und wir hatten ein Wetter nach Maß. In der dritten Septemberwoche begann die Weinlese.“ Nach Menglers Worten liegt die Erntemenge rund 10 Prozent über der Menge vom Vorjahr. Das durchschnittliche Mostgewicht sei etwas geringer als 2015, der Alkoholgehalt mit 12 bis 12,5 Volumenprozenten ideal.

Im Weingut Rainer Sauer präsentierten die VDP-Winzer ihre Weine aus dem Escherndorfer Lump. Foto: Gabriele Brendel
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