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Schulschlussfeier der Meister- und Technikerschule 2017

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Nur einer kann der Gewinner sein? Falsch! Am Dienstag, den 25.07.2017, konnten sich 55 staatlich geprüfte Techniker/innen sowie 37 staatlich geprüfte Wirtschafter/innen bei der Zeugnisübergabe in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim als Gewinner fühlen. Nach den Anstrengungen und Entbehrungen der letzten ein bzw. zwei Jahre hat die Paukerei schließlich ein Ende und der Weg führt wieder zurück in den Berufsalltag. „Was hat Sie in den Jahren bei uns an der Meister- und Technikerschule geprägt?“, wollte Dr. Hermann Kolesch, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) von den Studierenden wissen. Denn neben der fachlichen Wissensvermittlung wurden vor allem die sozialen Fertigkeiten der Absolventinnen und Absolventen geschärft, aber auch Freundschaften geschlossen, die die Schulzeit überdauern.

Wir freuen uns auf Sie!
Die Grußworte der Landesvereinigung Gartenbau in Bayern überbrachte Ulrich Schäfer: „Sie als Absolventen stehen in Zukunft Ihre Frau und Ihren Mann in den Gartenbaubetrieben. Wir freuen uns auf Sie als Fachkräfte – denn wir brauchen Sie!“, so der Präsident des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.. Eine der wichtigsten Aufgaben der Gartenbaumeister in den Fachrichtungen Baumschule, Zierpflanzenbau sowie Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) wird es dabei sein, das erworbene Wissen weiterzugeben und mehr denn je für künftigen Berufsnachwuchs zu sorgen.

Abschluss ist beruflicher Türöffner
„Sicherlich war das Studium nicht immer leicht – aber das Durchhalten hat sich für Sie gelohnt. Denn der Abschluss, den Sie heute in Händen halten, ist Ihr ganz persönlicher beruflicher Türöffner“, so Weinbaupräsident Artur Steinmann. Jetzt geht es darum, sich in der Praxis zu beweisen und sich von Rückschlägen nicht zurückwerfen zu lassen. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, so Steinmann. Er ermutigte die Absolventen, ihre Ausdauer und Leistungsbereitschaft unter Beweis zu stellen, und die kommenden Herausforderungen tatkräftig anzupacken.

And the Social-Oscar goes to …
Was bei den Studierenden am Ende in Erinnerung bleibt, sind die gemeinsamen Erlebnisse und die Freundschaften, die während des Aufenthaltes an der Techniker- und Meisterschule, geschlossen wurden – denn diese halten oftmals ein Leben lang. „Es braucht daher Schülerinnen und Schüler, die sich für die Klasse einsetzen und für Zusammenhalt sorgen. Gleichzeitig soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass das soziale Verhalten auch später im Beruf das Fundament der Zusammenarbeit bildet“, so Reimund Stumpf, 1. Vorsitzender des Verbandes Ehemaliger Veitshöchheimer e. V. (VEV). Aus diesem Grund verleiht der VEV jährlich den „Sozialpreis“ für ein besonders hohes soziales Engagement. In diesem Jahr ging der „Social-Oscar“, der mit jeweils 200 € dotiert ist, gleich an drei Studierende, alle Mitglieder der Studierenden-Mitverwaltung: Lisa-Marie Schachner (Technikerin Fachrichtung Gartenbau), Tim Schuster (Techniker Fachrichtung Weinbau und Oenologie) sowie Markus Hofmeier (Techniker Fachrichtung GaLaBau). Zu den Bewertungskriterien zählen dabei Eigenschaften wie Einsatz für die Belange der Studierenden, guter Kontakt zur Schulleitung und Förderung der Schulgemeinschaft.

Kein Weg ist zu weit
Studieren an der Techniker- und Meisterschule in Veitshöchheim ist nicht nur für bayerische Kandidaten interessant. So kommen rund ein Drittel der Studierenden aus dem gesamten Bundesgebiet; einige sogar aus Nachbarländern wie Österreich, Schweiz und Italien. Auch in diesem Jahr lobte die Gemeinde Veitshöchheim einen Ehrenpreis, für den am weitesten angereisten Absolventen, aus. Dieser wurde von Winfried Knötgen, 2. Bürgermeister, an Jonas Maiwald aus Oldendorf in Niedersachsen (540 km) übergeben. Dies zeigt, dass sich die Fachschule der Landesanstalt im nationalen, teilweise sogar internationalen, Wettbewerb behaupten kann.

Ehre, wem Ehre gebührt
Wie bei den Olympischen Spielen gibt es auch im Schulbetrieb „Wissens-Sportler“, die im Wettstreit auf der Strecke bleiben, aber auch als erstes durchs Ziel kommen. Ministerialrat Dr. Michael Karrer, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, überreichte daher den Meisterpreis an die 20 % Besten der Techniker- und Winzermeisterprüfung für ihre besonderen Leistungen. „Nutzen Sie das Wissen, das Sie erworben haben, nicht nur dazu es anzuwenden, sondern auch dazu es weiterzugeben“, gab Dr. Karrer den strahlenden Gewinnern mit auf den Weg. Zudem betonte er, dass sich die Meister und Techniker auch vor einem Bachelor nicht verstecken müssen, denn „aus den Fachschulen kommt etwas ganz Wertvolles heraus“.

Mit dem Bayerischen Meisterpreis 2017 wurden ausgezeichnet:
Meisterpreis Techniker (Fachrichtung Gartenbau):
Sonja Dobler, Nanette Guillemaille, Heidi Noack

Meisterpreis Techniker (Fachrichtung GaLaBau):
Monja Langenbacher, Frank Schauer, Eva-Maria Fiederer, Markus Hellinger, Martin Kirsten

Meisterpreis Techniker (Fachrichtung Weinbau und Oenologie):
Erwin Meyer, Kerstin Laufer, Marco Geßner

Meisterpreis Winzermeister: Tobias Braun

Premiere: Erster Preis der Weinbruderschaft Franken geht nach Nordheim
Absolventen der Fachrichtung Weinbau und Oenologie, die neben dem Abschluss Techniker auch noch die Meisterprüfung ablegen, müssen ein Arbeitsprojekt über ein ganzes Jahr absolvieren. Dabei geht es darum, das erworbene Wissen und eigene Vorstellungen über das Herstellen eines Weines in der Praxis umzusetzen, angefangen von Arbeiten im Weinberg bis zum Etikett auf der Flasche. Mit der Auszeichnung des besten Arbeitsprojektes möchte die Weinbruderschaft Franken e. V. das besonders hohe Engagement im praktischen Teil des Studiums würdigen, der viel Fleiß, Weitsicht aber auch Fingerfertigkeit benötigt – alles Attribute, die auch den späteren Einsatz im Weingut mitbestimmen. Peter Schwappach, Vertreter der Weinbruderschaft, überreichte den mit 500 € dotierten Preis an Marcel Braun (Nordheim) für sein Projekt „Erzeugung von drei Weißburgunder-Weinen mit unterschiedlichen Erziehungssystemen (Flachbogen- und Kordonschnitt) sowie unterschiedlicher Weinstilistik“. „So spiegelten sich die sehr gute und effektive Projektkoordination in einem exzellenten Projektergebnis wieder“, betonte Schwappach in seiner Laudatio.

Erfolgreicher Abschluss zum Wirtschafter/in
Die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter/in für Gartenbau“ dürfen ab jetzt im Fachgebiet Zierpflanzenbau drei und im Fachgebiet Baumschule zwölf Absolventen führen. In der Fachrichtung GaLaBau haben 20 junge Leute die Fortbildung zum „Staatlich geprüften Wirtschafter/in für Garten- und Landschaftsbau“ erfolgreich abgeschlossen. Zwei Absolventen der Fachrichtung Weinbau und Oenologie führen ab jetzt die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Weinbau und Oenologie“.

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