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So könnte das Ergebnis der aktuellen Auswertung der Zahlen zur Qualitätswein- und Qualitätsschaumwein-Prüfung der Regierung von Unterfranken für das Jahr 2004 umschrieben werden.
Vermehrt werden nämlich Weine unter Verzicht auf eine engere Herkunfts- oder Jahrgangsangabe unter einem Markennamen oder als „Cuvée“ angeboten. Cuvée steht dabei für einen gekonnten Verschnitt von mehreren Weinen, die aus verschiedenen Rebsorten, Lagen oder Jahrgängen gewonnen wurden. Im Prüfjahr 2004 waren es 23 % (9,1 Millionen Liter) der geprüften Gesamtmenge von 39,6 Millionen Liter; im Prüfjahr 2003 dagegen nur 16% (6,6 Millionen Liter) und zuvor im Prüfjahr 2002 nur 11% der geprüften Gesamtmenge.
Auch der Rotling (das ist ein Verschnitt von Weißweintrauben mit Rotweintrauben) kommt beim Verbraucher weiterhin sehr gut an. Betrug sein Anteil im Prüfjahr 2003 noch 1,2 Millionen Liter, sind es heuer schon 1,47 Millionen Liter.
Die Anmeldung von Weinen zur Amtlichen Qualitätsweinprüfung in Form von Fassweinproben hat deutlich zugenommen (2003: 658, 2004: 725). Verstärkt nutzten die fränkischen Winzer im vergangenen Jahr demnach dieses Instrument des „Vorbescheides“, das gegenüber der üblichen Anstellung bereits abgefüllter Weinpartien den Vorteil hat, dass bei Beanstandungen im Rahmen der sensorischen Prüfung noch qualitätsverbessernde Maßnahmen möglich sind. Dabei konnten 56 % der angemeldeten Fassweinproben im Erstverfahren zur Abfüllung freigegeben werden. Bei den abgefüllten Weinen (13.077 Bescheide) erreichten 86 % der Anstellungen die hohe Hürde der sensorischen Vorbedingungen. Der „Trockenanteil“ mit einem Restzuckergehalt bis zu 9 Gramm Zucker pro Liter ist mit 58% der geprüften Gesamtmenge gegenüber den Vorjahren gleich geblieben.
23 Millionen Liter der 2004 geprüften Weinmenge entfielen auf den 2003er-Jahrgang. Damit sind 63% der 2003er-Erntemenge geprüft und gefüllt. Beim 2002er sind es bereits 82%. Vom neuen Jahrgang 2004 wurden im November und Dezember bereits 1,15 Millionen Liter zur Prüfung angestellt. Im Vorjahr waren es zum Vergleich nur 500 000 Liter des neuen 2003er. Offensichtlich besteht nach dem Jahrhundert-Jahrgang 2003 mit seinem hohen Prädikatsweinanteil eine deutliche Nachfrage nach sortentypischen und fruchtigen „Trinkweinen“ des neuen Jahrgangs.
Die Herstellung von Sekt aus Franken ist mit 166 Partien bei einer Gesamtmenge von 300.000 Liter nahezu gleich geblieben. Bevorzugt wurden die Sorten Riesling (70.000 Liter) und Silvaner (56.000 Liter) versektet. 73.000 Liter werden ohne Sortenangabe vermarktet. 50% der Menge wurden nach dem traditionellen Verfahren auf der Flasche vergoren und degorgiert. 53% der angestellten Menge tragen als engere Herkunftsangabe einen Lagenamen. Knapp 60% der Menge dürfen die Geschmacksangaben „Extra brut“ oder „brut“ tragen.
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