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Die Gewinner der "Goldenen Rebschere" aus Franken mit Graf Castell bei der Preisverleihung

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Ein Erinnerungsbild für den Silvaner: Preisträger und die "Macher" in Hamburg.

 

Internationaler Silvaner-Preis - Die besten Silvaner der Welt

In Hamburg wurden soeben die besten Silvaner der Welt ausgezeichnet, während ihre Erzeuger vom Silvaner Forum e.V. mit der „Goldenen Rebschere“ geehrt wurden. In dem zum vierten Mal ausgetragenen Wettbewerb dominierten die Silvaner aus Franken.

Was viele schon immer gewusst haben ist nun Gewissheit: Die besten Silvaner der Welt wachsen in Deutschland, vor allem aber in Franken. Diesen Schluss lässt der in diesem Jahr bereits zum vierten Mal ausgelobte „Internationale Silvaner-Preis“ des Silvaner Forum e. V. zu, dessen Vorsitzender Ferdinand Graf zu Castell-Castell am Mittwoch in Hamburg die Sieger der 510 Wettbewerbskandidaten mit der „Goldenen Rebschere“ auszeichnete.
In zwei von drei Kategorien („Basic“ und „Nobel“) siegten Frankenweine, allein die Premium-Klasse gewann ein Silvaner aus Rheinhessen, wo sich die größten Silvaner-Flächen der Erde befinden. Aufgrund seiner herausragender Silvaner-Weine eroberte das Weingut Schmitt’s Kinder (Randeracker) den erstmalig verliehenen Preis für die „Beste Betriebsleistung“.
Insgesamt wurden für die vierte Ausgabe des immer bedeutender werdenden Wettbewerbs 510 Silvaner, vornehmlich aus den Jahrgängen 2004 und 2005, zum Wettbewerb angestellt – so viele wie nie zuvor. Neben Kandidaten aus anderen deutschen Herkünften wie Rheinhessen und Pfalz kamen weitere Silvaner aus dem Elsass, der Schweiz, aus Südtirol sowie aus Österreich. Dennoch dominierten in den drei zuvor empirisch-sensorisch definierten Kategorien „Basic“, „Premium“ und „Nobel“ wie schon in den Jahren 2000, 2002 und 2004 die Silvaner aus Franken. Mit insgesamt 284 angestellten Weinen waren die Franken allerdings auch mengenmäßig als stärkste Partei ins Rennen um die Plätze gezogen.
Alle Weine wurden von einer aus Önologen, Sommeliers, Medienvertretern, Winzern und erfahrenen Silvaner-Freunden international zusammengesetzten Fachjury verkostet und bewertet. Die Weine mit der jeweils höchsten Durchschnittsnote gewannen die das Winzerhandwerk wie die Qualitätsorientierung der Weinerzeuger symbolisierende „Goldene Rebschere“.
Vom Basiswein bis zur edelsüßen Spezialität: Silvaner kann alles
 In der Kategorie der leichten, frischen, unkomplizierten Silvaner („Basic“) siegte der 2005 „Frankolino“ Silvaner trocken Sommerhäuser Ölspiel vom Weingut Christoph Steinmann (Sommerhausen) vor dem zarten 2005 Silvaner trocken „Junge Triebe“ vom Weingut Rudloff (Nordeheim). Beide im Duft feinaromatischen, im Geschmack erfrischenden und animierenden Weine verkörpern das moderne Profil des unkomplizierten Silvaners auf vorbildliche Weise. In die Liste der besten zehn Weine dieser mengenmäßig bedeutendsten Kategorie konnten sich fünf  weitere Franken-Silvaner der Bereiche Maindreieck und Steigerwald platzieren. Die weiteren „Basisweinsieger“ kommen aus Rheinhessen.
In der mengenmäßig wie qualitativ immer besser bestückten Kategorie der körperreichen und hochwertigen Premiumweine überließen die Franken den Sieg dem im Wonnegau gewachsenen 2005 Dittelsheimer Leckerberg „S“ Silvaner trocken, den das aufstrebende rheinhessische Weingut Winter (Dittelsheim-Hessloch) erzeugt. Die Plätze zwei bis  vier sowie sechs bis zehn gingen indes wiederum an Silvaner aus Franken (Platz 2: 2005 Stettener Stein Silvaner Spätlese trocken vom Weingut am Stein, Würzburg; Platz 3: 2005 Iphöfer Julius-Echter-Berg Silvaner Spätlese trocken, Weingut & Winzerhof Arnold, Iphofen).
Die edelsüße Kategorie „Nobel“ reklamierte wieder einmal das Escherndorfer Weingut Horst Sauer für sich, dessen hochedle, ölig-elgante 2005 Escherndorfer Lump Silvaner Trockenbeerenauslese nicht zu schlagen war. In die Liste der besten Fünf konnten sich hier zwei weitere Frankenweine eintragen: Die 2003 Sulzfelder Cyriakusberg Silvaner Auslese vom Weingut Brennfleck in Sulzfeld landete auf Platz drei, Platz fünf hingegen ging an das Weingut Schmitt’s Kinder für die 2005 Randersackerer Silvaner Beerenauslese.
„Die Zeit ist reif für Silvaner“
Mit dem Internationalen Silvaner-Preis will das Silvaner Forums e.V. das Bewusstsein für den Silvaner sowohl in der Öffentlichkeit als auch innerhalb der Weinwirtschaft stärken und die vielfältigen Trinkanlässe der Weine dieser Sorte aufzeigen. In seiner Begrüßungsansprache vor geladenen Vertretern der Gastronomie, des Handels, der Presse wie zahlreicher Winzer lobte der Vorsitzende des Vereins, Ferdinand Graf zu Castell-Castell, den handwerklich erzeugten Silvaner als „regionale Spezialität“ in der modernen Weinwelt: „In der globalisierten, geschmacklich vereinheitlichten Weinwelt bietet der Silvaner die einmalige Gelegenheit, sich als regionale Spezialität von höchster Qualität auch international zu profilieren.“
Wettbewerbsleiter Hermann Mengler würdigte darüber hinaus die vornehmen Geschmackseigenschaften des Silvaners, dessen harmonisch-ausgewogene Art insbesondere auch ausländischen Konsumenten einen Zugang zur deutschsprachigen Weinwelt eröffnen könne, denen die rassig-trockene Art des Rieslings vielleicht zu fordernd ist.
Darüber hinaus, so Markus del Monego, Master of Wine und ewiger Sommelier-Weltmeister in seiner Rede zur kulinarischen Verwendbarkeit der Silvaner-Weine, eigne sich die Rebsorte in allen seinen Spielarten wie kaum ein anderer Wein zum Essen. „Egal, welche Stilrichtung die Küchen der Welt heute auch pflegen: Den Silvaner, der zu ihren Gerichten nicht passt, den gibt es nicht.
Silvaner passt immer – vor, während und nach dem Essen.“
Der Wettbewerb 2006, dessen eindrucksvollen Siegerweine neben weiteren Spitzen-Silvanern der ausgezeichneten Betriebe in Hamburg zur Nachverkostung standen, bestätigte einmal mehr, was Hermann Mengler zum Abschluss seiner Rede sagte: „Silvaner kann weit mehr als nur angenehm nach ‚nichts’ schmecken.
Vivat Silvaner!“

29. November 2006

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