Herbsttreffen der fränkischen Prädikatsweingüter
Zum Abschluss der diesjährigen Weinlese feierten die fränkischen Prädikatsweingüter (VDP) „Niederfall“ im Rentamt in Iphofen. Mit dabei waren auch die Kitzinger Landrätin Tamara Bischof und Weinbaupräsident Artur Steinmann. Nach einer Führung durch die Sonderausstellung „Karl Mays Traumwelten“ im Knauf-Museum berichtete FAZ-Redakteur Dr. Daniel Deckers bei einem Gang durch die Geschichte über das Thema „Echt und unverfälscht – die Stimme Frankens im Konzert der deutschen Weinbauregionen“.
Trotz Spätfrost im Mai und Hagel im Sommer zogen die VDP-Weingüter aufgrund der extrem guten Witterungsbedingungen im Herbst eine positive Bilanz des Jahrgangs 2011. „Viel besser, als wir zu hoffen gewagt hatten. Durch die trockenen Herbsttage konnte mehrfach selektiv gelesen und bis zuletzt gesunde, vollreife Trauben geerntet werden. In den Kellern entwickeln sich nun Weine, die bereits ihre feine Frucht und Eleganz bei eher milder Säure erkennen lassen. Die Sonne brachte dem 2011er den letzten Schliff“, sagte Karl Schmitt, Vorsitzender der fränkischen Prädikatsweingüter.
Versöhnt mit der kleinen Ernte wurden die Winzer durch die außerordentliche Qualität. „Wir sind überaus zufrieden“, berichtete Eva Pfaff-Düker vom Weingut Schwane in Volkach, wenngleich die Einbußen natürlich sehr schmerzen. Für Horst Kolesch vom Juliusspital in Würzburg steht aber fest: „Der Weinliebhaber kann sich freuen! Die Weine werden eine große Strahlkraft und viel Eleganz zeigen.“ Vor allem der Silvaner habe in diesem schwierigen Jahr wieder seine Anpassung an die fränkisch-kontinentalen Besonderheiten des Klimas unter Beweis gestellt. Und mit ebenso hervorragenden Qualitäten würden ihm nun Riesling und Burgunder in allen Schattierungen folgen.