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Internationales Silvaner Symposium in Würzburg
Mit einem geballten Festprogramm ging der Silvaner Sommer in Franken in die letzte Runde. Angefangen mit der Verleihung der „Goldenen Rebscheren“ an die besten Silvanererzeuger der Welt, stand die fränkische Traditionsrebsorte in Würzburg ein ganzes Wochenende lang im Mittelpunkt des Geschehens.
Zwei große Exkursionen führten die Weinfreunde zu Frankens großen Lagen und zu namhaften Erzeugern. An der Mainschleife und am Maindreieck wurde das jeweilige Terroir genau unter die Lupe genommen. Es versteht sich von selbst, dass der Silvaner sowohl direkt am Stock als auch im Glas verkostet wurde. Eine weitere Exkursion beschäftigte sich mit dem Blauen Silvaner. Diese Rebsorte, die sehr eng mit dem Grünen Silvaner verwandt ist und die möglicherweise der „Ursilvaner“ ist, steht in Franken auf gut zehn Hektar Rebfläche. In Randersacker, Theilheim und Sommerhausen konnten sich die Teilnehmer ein Bild von der Weißweinsorte mit den blauen Trauben machen.
Nach einem erlebnisreichen Exkursionstag war am Abend Silvaner-Party im Weingut am Stein, Ludwig Knoll, angesagt. In wunderbarem Ambiente konnten leckere Köstlichkeiten vom Restaurant Reisers zusammen mit Silvanern der Weingüter Staatlicher Hofkeller, am Stein und Rainer Sauer genossen werden. Als Überraschung gab es zusätzlich einen Eisacktaler Sylvaner vom Kuen Hof (Peter Pliger) aus Südtirol. Zu den Rhythmen von „Waterproof“ feierten die Fränkische Weinkönigin Anna Saum und Weinbaupräsident Artur Steinmann mit den Gästen aus nah und fern bis spät in die Nacht.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der großen Silvanerverkostungen. Im Park und im Gartenpavillon des Juliusspitals (Würzburg) präsentierten rund 70 Weingüter und Winzergenossenschaften aus verschiedenen Anbaugebieten die ganze Bandbreite des Silvaners. Über 500 Besucher nutzten die Chance, um sich mit den Winzern zu unterhalten und deren vorzügliche Tropfen zu probieren. Hier war wirklich alles im Angebot, was die Silvanerwelt zu bieten hat.
Ein Höhepunkt des Festwochenendes war zweifelsohne die einmalige Raritätenverkostung im Fürstensaal der Würzburger Residenz. Otto Geisel, Slow Food Deutschland (Bad Mergentheim), Jürgen Hammer, Sommelier (Berlin), und Hermann Mengler, Fachberater Bezirk Unterfranken, präsentierten gereifte Silvanerraritäten aus sieben Jahrzehnten. Andächtige Stille herrschte im Saal als der älteste Wein, ein 1934er Schloss Hallburger Sylvaner vom Weingut Graf von Schönborn, Schloss Hallburg (Volkach), kredenzt wurde. Nach Aussagen von Fachberater Mengler ist er wohl „der älteste, noch existierende Silvaner“. Auch die etwas „jüngeren“ Raritäten beeindruckten die Weinfreunde sehr. Sie zeigten eindrucksvoll, welches Lagerungspotential im Silvaner steckt.
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