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Goldene Rebschere für die Sieger des Silvaner-Wettbewerbs 2017

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Die Sieger des Internationalen Preises des Silvaner Forums 2017 stehen fest. Am Dienstag,
den 8. August 2017 wurden die Winzer für ihre besten Silvaner-Weine des Wettbewerbs
durch den Vorsitzenden Artur Steinmann und die Deutsche Weinprinzessin Christina
Schneider mit der Goldenen Rebschere des Silvaner Forums ausgezeichnet. In der
neuen Kochschule von Ingo und Kilian Holland („Altes Gewürzamt“, Klingenberg am
Main) führten Romana Echensperger, Master of Wine und Hermann Mengler, Fachberater
Oenologie des Bezirks Unterfranken durch den genussvollen Abend. Zu den Sieger-
Silvanern des Wettbewerbs gab es allerbeste kulinarische Begleitung aus Hollands Gewürz-
Kräuter-Küche. Ingo Holland hatte jeden der Sieger-Silvaner in der Kombination mit
einem speziellen Gericht nach seinem Gusto interpretiert. Dieses raffinierte Spiel zwischen
Speisen und Weinen ist genau die Bühne, die der Silvaner liebt, und auf der er
seine Stärke als exzellenter Menüwein unterstreichen kann.

Erfreulich gute Beteiligung am Silvaner-Wettbewerb
Eine hochkarätige Jury, besetzt mit 52 Fachleuten, darunter Weinjournalisten, Sommeliers
und versierte Silvaner-Kenner, verkostete in diesem Frühjahr in der LWG in Veitshöchheim
427 Silvaner aus den deutschen Anbaugebieten sowie aus Italien und aus
Frankreich. Die meisten Anstellungen kamen aus Franken (60%), gefolgt von Rheinhessen
(32%). Die Weine wurden in fünf Kategorien eingeteilt und bewertet: Basic, Premium,
Solitär, Nobel und Gereift - dazu die Sonderwertung International.
Die Siegerbetriebe: Weingut Christoph Steinmann (Sommerhausen) in der Kategorie
„Basic“, Weingut Russbach (Eppelsheim) in der Kategorie „Premium“, Weingut Meintzinger
(Frickenhausen) in der Kategorie „Solitär“, Weingut Ernst Popp (Iphofen) in der Kategorie
„Gereift“, Weingut Höfling (Eußenheim) in der Kategorie „Nobel“ und die Eisacktaler
Kellerei aus Klausen in der Wertung „International“.

Bodengeprägte Vielfalt
„Ich bin begeistert davon, dass wir in diesem Jahr sehr großen Zuspruch zu unserem
Wettbewerb bekamen. Es wurden herausragende Silvaner angestellt und der Punktunterschied
zwischen dem jeweiligen Gewinnerwein und den Plätzen war manchmal nur
winzig. Der Silvaner positioniert sich immer mehr im Bewusstsein der Weinliebhaber und
der Fachleute als großer Wein und perfekter Speisengebleiter. Er ist eine bodengeprägte
und zugleich vielseitige Rebsorte mit einem enormem Potenzial!“, freute sich Artur
Steinmann, Vorsitzender des Silvaner Forums und machte deutlich, dass der Wettbewerb
dieser Rebsorte eine neue Beachtung gebracht hat. Der Silvaner steht für Authentizität,
er steht für Tradition und zugleich auch für Zukunft. Steinmann verwies auf die
Differenzierung in die einzelnen Wettbewerbskategorien, die ein Indiz für das enorme
Spektrum und die Typen-Vielfalt des Silvaners ist. Sein besonderes Augenmerk galt den
Kategorien „Solitär“ und „Gereift“, mit denen zum einen die stilistisch sehr individuellen
Silvaner-Unikate ins Blickfeld rücken und andererseits das Reifepotenzial des Silvaners
bei den mehr als 10 Jahre alten trockenen Menüweinen herausgestellt wird.

Silvaner als großartiger Speisen-Begleiter
Auch Hermann Mengler, Fachberater Oenologie des Bezirks Unterfranken und Leiter
des Wettbewerbs, konnte feststellen, dass neben einer ganzen Reihe von Silvanern aus
dem aktuellen Jahrgang insbesondere in den Kategorien „Premium“ und „Solitär“ viele
Weine aus den Jahrgängen 2015 und 2014 im Wettbewerb dabei waren, aber auch sehr
lebendige Weine aus den Jahrgängen 2012 oder 2009 – ein Indiz für das beachtliche
Reifepotenzial des Silvaners. Mengler war begeistert von der Qualität der eingereichten
Silvaner: „Der Silvaner kommt ohne den großen Auftritt aus – er hat aber eine grandiose
Präsenz bei Tisch!“
Auch die renommierte Silvaner-Expertin Romana Echensperger geriet ins Schwärmen:
„Der Silvaner hat für mich die modernste Weinstilistik, die wir derzeit in Deutschland
kennen. Er hat viel Struktur, wirkt aber nie massiv und findet immer eine gute Balance.
Hinzu kommt seine zurückhaltende und gleichzeitig feine, vegetative Aromatik. Perfekt
für die heutige Art zu kochen – mit weniger Fett, leichter und mit viel Gemüse, Kräutern
und Gewürzen“.
Romana Echensperger weiß sich mit ihrer Einschätzung in prominenter Gesellschaft. Die
Britin Jancis Robinson, Master of Wine und eine der bekanntesten Weinkritikerinnen der
Welt, hat dieser Tage in einem “Weinwisser“-Interview eine Lanze für den Silvaner gebrochen
und sieht für diese Rebsorte gerade bei den trendbewussten Sommeliers eine
gute Perspektive.

Viele neuen Namen in der Siegerliste
In der Siegerliste des Wettbewerbs 2017 stehen viele neue Namen, die erstmals die
Goldenen Rebschere mit nach Hause nehmen konnten. Sie sind damit neue Botschafter
für den Silvaner und machen zugleich deutlich, dass die klassische Rebsorte viele kompetente
Impulsgeber hat. Die Goldene Rebschere ist das Symbol für herausragende Silvaner-
Weine. Sie wird an die Sieger des Wettbewerbs um den Internationalen Preis des
Silvaner Forums vergeben, der in diesem Jahr zum 9. Mal ausgetragen wurde.

Die Sieger-Silvaner der Goldenen Rebschere 2017 im Überblick:
Kategorie Basic
2016 Sommerhäuser Ölspiel Silvaner trocken
Weingut Christoph Steinmann, Sommerhausen

Kategorie Premium
2012 Eppelsheimer Felsen Silvaner Spätlese trocken
Weingut Russbach, Eppelsheim

Kategorie Solitär
2009 Frickenhäuser Kapellenberg Silvaner trocken
Weingut Meintzinger, Frickenhausen

Kategorie Nobel
2015 Silvaner Trockenbeerenauslese Homburg Gössenheim
Weingut Höfling, Eußenheim

Kategorie Gereift
2006 Iphöfer Julius-Echter-Berg Silvaner Spätlese trocken
Weingut Ernst Popp, Iphofen

Sieger International
2016 Eisacktal Südtirol Sylvaner Aristos
Eisacktaler Kellerei, Klausen (BZ)

Die Sieger des Internationalen Preises des Silvaner Forums 2017 freuen sich über ihre goldene Rebschere. Foto: Bernd Ullrich
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