Frankenwein - die genuss-seiten
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Das Weingut Bürgerspital in Würzburg hat schon vor Jahrhunderten den Bocksbeutel als Markenzeichen für ausgezeichnete Frankenweine eingeführt.

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Ein sinnliches Vergnügen sind edle Weine aus Franken im Bocksbeutel allemal!

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Traditionell und modern: Frische, junge Frankenweine im neuen Stil.

 

Die Geschichte des Bocksbeutels

Der Bocksbeutel hat als Flaschenform eine lange Geschichte. Das Anbaugebiet Franken steht traditionell für die Bocksbeutelflasche

Wer kennt ihn nicht, den Bocksbeutel die weltbekannte Frankenweinflasche. Um ihre Bedeutung in vollem Umfang verständlich zu machen, ist ein Blick in die Geschichte und auf das Wesen des Bocksbeutels unerlässlich. Die Bezeichnung Bocksbeutel weckt landläufig die Vorstellung von der bekannten flachbauchigen Kugelflasche, wie sie uns im Handel als privilegiertes Abfüllgefäß für den Frankenwein täglich begegnet: eine elegante henkellose Fortentwicklung des aus der Antike überkommenen plattgedrückten Kugelgefäßes mit flachem Stehboden und kurzem Röhrenhals. Das hängt mit seiner urtümlichen Herkunft und seiner enormen Popularität ebenso zusammen wie mit seiner historischen Bindung an das Weinland Franken. Die ganze Welt kennt den Bocksbeutel als Repräsentanten fränkischer Weineigenart, dessen Vorfahren bis ins Altertum zurück reichen.



Bezeichnenderweise fand man den ältesten Urahnen des Bocksbeutels, das heißt, die früheste bekannte Flachkugelflasche - ein keltisches Tongefäß um 1400 v. Chr. - ausgerechnet auf fränkischem Boden bei Wenigumstadt; zu sehen im Mainfränkischen Museum Würzburg.



Von ihm führt nur ein kleiner Entwicklungsschritt zurück zum Urhohlgefäß der Menschheit, der Vollkugelflasche, der wir als Vorläufer nur noch den natürlichen Flaschenkürbis oder die zur Hohlkugel geformten menschlichen Hände voranstellen können. Ein Stammbaum also bis zu den Anfängen des Hohlgefäßes. Von jenem Urbocksbeutel, der seine typische flachgequetschte Form dem Bedürfnis der Alten verdankt, eine bequeme Trageflasche als Trinkgefäß außerhalb des Hauses zu schaffen, wozu die dickbauchige Vollkugelflasche zu unbequem war, spannt sich ein weiter Bogen über vielerlei Abwandlungen und Materialien - Gas, Holz, Zinn, Kupfer, Leder - bis zum klassischen modernen Glasbocksbeutel.



Die Römer pflegten die Bocksbeutelform bereits in vielen Varianten sowohl in Ton wie in Glas. Weit verbreitet, eine Art Volksflasche, war die aus ältester Zeit, stammende Pilgerflasche, geformt wie (ein "flacher, runder Käse" mit zwei, später auch mehreren kleinen Durchzughenkeln am kurzen Flaschenhals, durch die sich die Flasche am Gürtel anhängen ließ, ohne den Träger zu behindern. Diese populäre, auch in luxuriösen Ausführungen hergestellte Trinkflasche, die Bauern und Winzern, aber auch den Legionären als "Feldflasche" diente und allgemein als Reise- (Pilger-) Flasche, auch als Jagdflasche usw. Verwendung fand, erlebte im Mittelalter eine nachhaltige Renaissance und erfreute sich in vielen europäischen Ländern, und vor allem auch im Orient, als Trinkflasche großer Beliebtheit.
Ihre Grundform war über eineinhalb Jahrtausende hinweg unverändert geblieben. Und man kann ihre Spur noch weiter zurückverfolgen bis zu jener Flachkugelflasche aus Wenigumstadt. Eine Form unverändert über 3000 Jahre!


Die Pilgerflasche trat erst mit dem Überhandnehmen der im 15. Jahrhundert aufgekommenen gläsernen Weinflasche, der "Bouteille", allmählich in den Hintergrund. Aber auch unter den vielen Formen der Bouteilles behauptete sich die plattgedrückte Bocksbeutelart weiter. Wir wissen, dass Goethe und Napoleon Wein in sogenannten Chaisenflaschen mit sich führten Es war die flachgedrückte Bouteille - ein Schritt, näher zum heutigen Glasbocksbeutel, der, ein wesentlicher Faktor für seine Entwicklung, sich in der Folgezeit vom Trinkgefäß zum Abfüllgefäß für Wein wandelte. Allgemein hat sich die Glasflasche im 18. Jahrhundert allmählich als Massenprodukt für die Weinabfüllungen durchgesetzt. Es dauerte allerdings bis weit ins 19. Jahrhundert hinein, ehe sie auf Grund der Vorzüge des Glasmaterials als Lagergefäß auf breiter Ebene in Gebraucht kam.


Des öfteren liest man den Begriff „Boxbeutel“. Doch hat die rustikale Flasche aus Franken nichts mit dem Boxsport zu tun. Korrekt ist einzig die Schreibweise „Bocksbeutel“. Der Vergleich mit dem Ziegenbock lässt sich leicht aus dem täglichen Umgang der ländlichen Bevölkerung mit dem volkstümlichen Tier erklären, dessen besagter Körperteil seine Verwandtschaft mit der Form der fränkischen Weinflasche nicht leugnen kann. Von jeher hat man den Ziegenbock symbolisch mit dem Wein in Beziehung gebracht. In der antiken Mythologie war er das Begleittier des Weingottes Dionysos, das bei den kultischen Festen eine wichtige Rolle spielte.


 


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