Frankenwein - die genuss-seiten
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Sichtlich Spaß bei der Ernte der ersten Trauben hatten die fränkische Weinhoheit Jennifer Herbert, Petra Guttenberger MdL aus Fürth, Staatsminister Josef Miller und der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes Andreas Oestemer.

 

Fruchtig, frisch und sehr harmonisch

Miller eröffnete Weinlese in Franken

Verbraucher und Liebhaber des Frankenweins können sich auf einen exzellenten Jahrgang freuen. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller bei der offiziellen Eröffnung der fränkischen Weinlese in Rödelsee verkündete, deuten alle Anzeichen auf einen fruchtigen, frischen, sehr harmonischen Jahrgang 2006 hin, der auch wieder Spitzenweine hervorbringen wird. Nach den verteilten extremen Witterungsverhältnissen in diesem Jahr habe der „wunderbare Spätsommer“ mit seinen sehr warmen Tagen und kühlen Nächten ganz entscheidend zur Reife des Jahrgangs beigetragen und ihn in seiner Qualität ganz maßgeblich geprägt. Die Mostgewichte liegen bei den jetzt zur Lese anstehenden frühen Sorten laut Miller bei über 80 Grad Öchsle und die Säure ist moderat. Durch die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht wurde die Aromenbildung in der Beerenhaut maßgeblich gefördert und sortentypisch ausgebildet. Dies ist nach den Worten des Ministers besonders wichtig für die Qualität der fränkischen Weißweine.

Der Minister dankte in diesem Zusammenhang den fränkischen Winzern, die durch „konsequentes Qualitätsmanagement und mit großer Disziplin vorgenommene Ertragsregulierung“ sowohl für den geschmacklichen Erfolg als auch für eine in der Menge äußerst zufriedenstellende Ernte gesorgt hätten. Miller: „Die Qualitätsoffensive Frankenwein steht auf einem ebenso soliden wie breiten Fundament.“ Nach vorsichtigen Schätzungen sei heuer ein durchschnittlicher Ernteertrag pro Hektar von 80 bis 85 Hektolitern zu erwarten. Das entspricht einer Gesamtmenge von 480 000 Hektolitern. Damit werde, so der Minister, nach der doch sehr geringen Ernte 2005 eine marktstabilisierende Weinernte 2006 eingefahren, „die eine ausreichende Versorgung bei stabilen Preisen erwarten lässt“.

In Franken wird auf rund 6 000 Hektar Wein angebaut. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei 1,1 Hektar. Die Haupterwerbsbetriebe kommen im Durchschnitt auf knapp drei Hektar, Nebenerwerbsbetriebe bewirtschaften etwa 0,8 Hektar. Nur 940 der annähernd 6 000 fränkischen Winzer bauen den Wein aus den erzeugten Trauben selbst aus. Die restlichen Betriebe sind Klein- und Kleinstbetriebe und reine Traubenerzeuger. Manche verkaufen ihre Trauben an eine Kellerei, die meisten jedoch sind genossenschaftlich organisiert. Sie liefern ihr gesamtes Lesegut an die jeweilige Genossenschaft, in der sie Mitglied sind.

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