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Eröffnung des LWG-Sensorikzentrums

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Im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Bildung eröffneten die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner das Sensorikzentrum der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim (LWG).

Mit einigen sensorischen Übungen wurden die 24 Schulungsplätze im ehemaligen Lehrsaal der LWG in Betrieb genommen. Welcher Wein ist roséfarben, welcher orange und welcher weiß? Normalerweise ist die Unterscheidung ja ganz deutlich und gar kein Problem, bei rotem, grünem oder blauem Umgebungslicht sieht die Sache aber ganz anders aus.

 „Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau war schon immer dem guten Geschmack auf der Spur. Heute bekommt sie dafür ein weiteres Werkzeug zur Hand – oder besser gesagt: eine ganze Werkstatt. Winzer, Brenner und Co. können hier herausfinden, an welchen sensorischen Stellschrauben sie drehen müssen, um noch bessere Lebens- und Genussmittel zu erzeugen. Das ist ein Wettbewerbsvorteil, der dem Standort Bayern nutzt und auf den wir stolz sein können,“ erklärte Minister Helmut Brunner. Nur über Qualität können wir uns, nach seinen Worten, dauerhaft behaupten. Ein Lebensmittel, das nicht schmeckt, werde auch nicht gekauft. Brunner wünscht sich, „dass sich hier viele junge Menschen an etwas Schwieriges wagen, Lösungen zutrauen und neue Trends und Geschmäcker kreieren“.

Der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes Artur Steinmann zeigte sich von der neuen Einrichtung begeistert und unterstrich ihre Bedeutung: „Die Sensorik ist für unsere Betriebe ganz wichtig. Wir können nur so gute Weine machen, wie wir riechen und schmecken können. Auch für die Entwicklung neuer Weinstile ist die Sensorik ganz wichtig. Hier wurde jetzt eine Einrichtung geschaffen, die sowohl dem Weinbau, aber auch der gesamten Landwirtschaft dient.“

Zunächst wird das Sensorikzentrum für die Beurteilung von Weinen und Spirituosen zum Einsatz kommen. Zukünftig soll das Spektrum jedoch um weitere regionaltypische Lebensmittel erweitert werden. Als Teil der Genussakademie, eine Säule der Premiumstrategie des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, steht dabei die Steigerung der Genusskultur und das Schaffen eines Bewusstseins für die hohe Qualität der heimischen Produkte im Mittelpunkt. 

Über 600.000 € investierte der Freistaat Bayern in die neue Einrichtung, in der die über die Sinnesorgane aufgenommenen Reize gezielt auf die Probe gestellt und bewertet werden können. Aussehen und Geschmack, aber auch der Duft sind im Lebensmittelbereich das Kaufkriterium schlechthin und schaffen eine Differenzierbarkeit zum Wettbewerb. So sind es die feinen Nuancen, die über Kauf oder Nichtkauf entscheiden.

Damit die Sinne des Prüfers während der sensorischen Beurteilung von Wein, Spirituosen, Honig, Obst und Gemüse nicht getrübt werden, gibt es technische Raffinessen, die die störenden Einflüsse der Umgebung eliminieren können. So setzt beispielsweise eine steuerbare LED-Beleuchtung die Lebensmittel ins rechte Licht, damit eine einheitliche und somit aussagekräftige Beschreibung der Farben ermöglicht wird. Die während der Verkostung gesammelten Eindrücke werden digital erfasst und abschließend statistisch ausgewertet.

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