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Im Weingut Bürgerspital (Würzburg) verkosteten die Fränkische Weinkönigin Anna Saum, Robert Haller (Bürgerspital), Weinbaupräsident Artur Steinmann, Dr. Hermann Kolesch (LWG) und Hermann Mengler (Bezirk Unterfranken) die ersten 2009er Jungweine.

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Eine große Langlebigkeit prognostizieren die Experten dem neuen Jahrgang. Im Bild von links: Weinbaupräsident Artur Steinmann, Weinkönigin Anna Saum, Dr. Hermann Kolesch (LWG) und Hermann Mengler (Bezirk Unterfranken).

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Ausführliche Informationen über den Weinjahrgang 2009
 

Ein großer Jahrgang für Frankens Winzer - Silvaner ist der Gewinner des Jahres

Die Bilanz der Weinlese kann sich sehen lassen:. Ein durchschnittlicher Ertrag von rund 77 Hektoliter pro Hektar (im Vergleich 2008: 75 hl/lha), durchschnittlich 93 Grad Oechsle und ein Prädikatsweinanteil von nahezu 100 Prozent.

 „Lupenrein, mit einer glasklaren Aromatik und einer feinen Säurestruktur“, so beschreibt Hermann Mengler, Fachberater für Kellerwirtschaft beim Bezirk Unterfranken, den Weinjahrgang 2009. „Die Weine bringen sehr viel innere Werte mit und versprechen eine große Langlebigkeit. Für mich ist der Jahrgang schon jetzt ein stiller Star.“
Der große Gewinner ist sicherlich das „Geburtstagskind“ - der Silvaner. Das ganze Jahr über hat Franken den 350. Geburtstag seiner „Königin“ mit vielen verschiedenen Veranstaltungen gefeiert und gewürdigt. Mit dem hervorragenden Weinjahrgang 2009 setzt der Silvaner dem Jubiläumsjahr jetzt selbst noch die Krone auf und beschert den Weinfreunden außergewöhnlich facettenreiche Weine mit einer klaren Fruchtaromatik und ausgewogener Säure. Aber auch die anderen Rebsorten müssen sich nicht verstecken. Müller-Thurgau und Bacchus präsentieren sich als lebendige, fruchtbetonte und filigrane Kabinettweine. Die Rotweinsorten beeindrucken in diesem Jahr durch ihre intensive Farbe und große Dichte. 
Die Bilanz der Weinlese kann sich sehen lassen. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von rund 77 Hektoliter pro Hektar (im Vergleich 2008: 75 hl/lha), durchschnittlich 93 Grad Oechsle (2008: 86 Grad Oechsle) und einem Prädikatsweinanteil von nahezu 100 Prozent kann der Jahrgang 2009, nach Aussage von Hermann Mengler, in einem Atemzug mit den sensationellen Jahrgängen 2003, 1975 und 1953 genannt werden. Schätzungsweise 460.000 Hektoliter wird die Weinmosternte 2009 in Franken betragen. Das sind rund 15.000 Hektoliter mehr als im vergangenen Jahr. 
„Nach einem frostigen Beginn des Jahres mit Temperaturen bis zu -24 °C und einem verzögerten Austrieb der Reben, wurde der Rückstand durch die hohen Durchschnittstemperaturen im April und Mai mehr als aufgeholt. Die rasante Entwicklung sorgte für eine hohe Arbeitsbelastung in den Betrieben“, berichtet Dr. Hermann Kolesch von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Die Blüte setzte bereits Anfang Juni ein, zog sich jedoch bei der kühlen Witterung relativ lange hin.
Mit der Aussicht auf einen ausgezeichneten Jahrgang 2009 begann Mitte September die Weinlese. Da sich das Wetter weiterhin von seiner besten Seite zeigte, konnte die Lese ruhig und kontinuierlich durchgezogen werden. Wenn auch der Most zu Beginn nur langsam von den Pressen lief, so wurden die Winzer letztendlich mit hervorragenden Mostgewichten bei bester Traubengesundheit für ihre intensive Arbeit belohnt.
„Wir hatten heuer eine relativ kurze Lesedauer. Die Ernte fing Mitte September an und ist jetzt, Mitte Oktober, in nahezu allen Weinbaugemeinden beendet. Es hängen nur noch vereinzelt Silvaner- und Rieslingtrauben, die zur Produktion edelsüßer Spezialitäten verwendet werden sollen“, so Fachberater Mengler. 
Die Menge der Weinbestände ist in Franken seit 2000 kontinuierlich gesunken. „Der Absatz von Frankenwein hat sich in den letzten Monaten, trotz einer globalen Wirtschaftskrise, äußerst positiv entwickelt“, berichtet der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes Artur Steinmann. Trotz der guten Qualität wird es nach seinen Worten keine nennenswerten Preissteigerungen geben. „Wir haben heuer von der Menge und von der Qualität her einen sehr guten und marktgerechten Jahrgang geerntet. Die Winzer werden das Geschenk der Natur an die Verbraucher weitergeben.“  


 


 


 

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