Frankenwein - die genuss-seiten
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Mühselig war die Arbeit im Weinberg im Jahre 1934.

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Auch die Weinlese war Handarbeit.

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Typisch für Franken war die Dockenkelter.

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1959 bei der Weinlese.

 

175 Jahre Fränkischer Weinbauverband e. V.
Traditionsbewusst, innovativ und erfolgreich

Ende Mai 1838 wurde der Fränkische Weinbauverband im Platz'schen Garten in Würzburg gegründet

Traditionsbewusst, innovativ und erfolgreich - das sind Frankens Winzer! Schon vor 175 Jahren schlossen sie sich zusammen, um gemeinsam die Grundlagen für einen konstanten erfolgreichen Weinbau in Franken zu legen. Im Mai 1836 wurde der so genannte „fränkische Weinbau-Verein“ in Würzburg gegründet. Nach dem Weinbauverband Württemberg, der bereits 1825 aus der Taufe gehoben wurde, ist er somit der zweitälteste Weinbauverband in Deutschland. 
Ein Blick zurück
Am 29. Mai 1836 erfolgte die Gründung des „fränkischen Weinbau-Vereins“ in den Sälen des „Platz’schen Gartens“ in Würzburg. Die napoleonischen Kriege hatten ein verarmtes Deutschland zurückgelassen. Die Winzer, bislang daran gewöhnt, den herrschaftlichen Anordnungen und Empfehlungen zu folgen, waren plötzlich auf sich selbst gestellt. Der Ausbau und die Pflege der Weine sowie deren Vermarktung – vorher von den Landesherren, den vielen Stiften und Klöstern betrieben und organisiert – musste plötzlich selber übernommen werden.  Der Anbau von reichtragenden Sorten wie Elbling, Trollinger, Gutedel und Heunisch, mit deren Erträgen man leichter seine Abgabeverpflichtungen wie Weinzehnt, Weingült etc. erfüllen konnte, hatte zum Verfall der ehemals hohen Weinqualität beigetragen und die Absatzchancen verringert. Die Ausbildung der Häcker und Winzer ließ zu wünschen übrig.
Zur Zeit der Vereinsgründung soll die fränkische Rebfläche 24.430 Hektar betragen haben. Eine genaue Statistik gab es allerdings erst ab 1853 (10.465 Hektar). Bereits in der ersten Satzung stand geschrieben: „Der Zweck des Vereines ist die höchst möglichste Vervollkommnung des fränkischen Weinbaues in seinem ganzen Umfange, sowohl am Stocke, als im Keller“. Somit stand schon damals das Streben nach Qualität an erster Stelle.
Es gab Höhen und Tiefen in der Vereinsgeschichte. Im Jahr 1933 erfolgte auf Veranlassung des Reichsnährstandes die Auflösung des Weinbau-Vereins. Die Wahrnehmung der Interessen des fränkischen Weinbaus erfolgte von diesem Zeitpunkt an durch die Abteilung Weinbau der Landesbauernschaft Bayern – Kreisbauernschaft Würzburg – Abteilung Weinbau.
Im Jahr 1947 erfolgte die Neugründung des Vereins mit Hans Ruck (Iphofen) als Präsidenten an der Spitze. Die folgenden Jahre waren nicht leicht, die Rebfläche umfasste 1959 nur noch 2.360 Hektar. Der Wiederaufbau erfolgte mit Flurbereinigungsmaßnahmen, Förderungen der Erzeugergemeinschaften und dem Einsatz moderner Produktionsmittel, so dass die Weinbaufläche wieder kontinuierlich zunahm (heute rund 6.100 Hektar). 
Neben den zahlreichen weinbaupolitischen Aktivitäten wurde 1950 mit Tilly Lurz (Randersacker) die erste Fränkische Weinkönigin gewählt. Seit 1951 gibt es die Fränkische Weinprämierung, die im Laufe der Zeit mit feierlichen Prämierungsfeiern verbunden wurde - zunächst in der Kelterhalle des Mainfränkischen Museums, später dann als glanzvolle Weingala. Stolze 2.395 Weine wurden im Jahr 2010 mit Gold, Silber und Bronze prämiert. Für die „Besten der Besten“ wurde 2004 der Premium-Weinwettbewerb „Best of Gold“ eingeführt, der alljährlich die Top Ten Frankens noch einmal ganz besonders ins Rampenlicht stellt. Zu einem kulturellen Höhepunkt im Veranstaltungskalender haben sich seit dem Jahr 1980 die Würzburger Barockfeste entwickelt.
Aktuelle Aufgaben
„Die Hebung und Förderung des fränkischen Weinbaues sowie die Wahrung der gemeinsamen Interessen der fränkischen Weinerzeuger“ sind in der aktuellen Satzung als Zweck des Verbandes definiert. An der optimalen Umsetzung arbeitet ein hochmotiviertes Team für seine 550 Mitglieder. Seit 2009 hat Artur Steinmann aus Sommerhausen das Amt des Präsidenten inne. Ihm zur Seite stehen die Vizepräsidenten Anton Hell (Fränkisches Gewächs), Horst Kolesch (VDP), Andreas Oehm und Oskar G. Noppenberger (Genossenschaften). Zur Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen sind die vier Arbeitskreise „Weinbau“, „Kellerwirtschaft“, „Markt“ und „Franken-Wein.Schöner.Land!“ ins Leben gerufen worden. Für die laufenden Geschäfte ist Geschäftsführer Hermann Schmitt mit seinem Team im Haus des Frankenweins verantwortlich.
Die Aufgaben des Weinbauverbandes gestalten sich sehr vielfältig: Die Beobachtung der weinmarktpolitischen Entwicklung und die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse, Stellungnahmen zu allen den Weinbau und Verkehr mit Wein betreffenden Fragen der Gesetzgebung und Verwaltung, Beratung und Unterrichtung der Mitglieder über alle wichtigen weinbaulichen, kellerwirtschaftlichen, weinrechtlichen und weinwirtschaftspolitischen Fragen, Förderung der Aus- und Weiterbildung der fränkischen Winzer und Abstimmung mit den zuständigen Institutionen, Förderung des Ansehens des Frankenweins. Durchführung von Gebietswein- und Sektprämierungen, Förderung des Qualitätsweinbaus in Franken, Gründung von örtlichen Weinbauvereinen sowie die  Zusammenarbeit mit diesen und die Zusammenarbeit mit dem Weinbauring Franken.
Schwerpunktthemen sind für Weinbaupräsident Artur Steinmann gegenwärtig „der Erhalt des Anbaustopps, die Weiterbewirtschaftung der Steil- und Terrassenlagen, die Fortentwicklung des Kennzeichnungsrechts, die Förderung der Strukturentwicklung der Weinbauregion Bayern („Weintourismus“), das Thema Nachhaltigkeit, Bewässerungsmaßnahmen in den Weinbergen, die Clusterinitiative, der Bocksbeutelschutz und Qualifizierungsmaßnahmen.“
Staatsempfang in München und Pontifikalamt im Würzburger Dom
Mit einer Festansprache und einem Staatsempfang wird der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer das außergewöhnliche Jubiläum des Weinbauverbands am 05. Mai 2011 in der Landeshauptstadt würdigen. Im Rahmen der Festveranstaltung werden in der Münchner Residenz auch die diesjährigen Gewinner des Weinwettbewerbs „Best of Gold – die besten Weine Frankens“ verkündet.
Des Weiteren wird am Sonntag, 29. Mai 2011, von 10:00 bis 11:30 Uhr ein Pontifikalamt im Würzburger Dom stattfinden. Geplant ist die Teilnahme von Winzern, Weinbauvereinen, Symbolfiguren und Weinprinzessinnen. Die Lesungen werden der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes Artur Steinmann und die Fränkische Weinkönigin Sabine Ziegler übernehmen. Umrahmt wird der festliche Gottesdienst mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann vom Musikverein Wipfeld. Im Anschluss ziehen Winzer, Weinbauvereine und Weinhoheiten zum Würzburger Weindorf am Marktplatz. Dort gibt es von 13 bis 18 Uhr eine Weinverkostung unter den Arkaden, bei der auch die „Best of Gold“ Siegerweine präsentiert werden.


 

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