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| Die Fränkische Weinkönigin Jennifer Herbert begutachtet fachmännisch die ersten Kostproben vom Jahrgang 2006. Noch ist von der klaren, goldenen Farbe nicht viel zu erkennen, aber der junge Müller-Thurgau schmeckt schon jetzt fruchtig und aromatisch. |
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Bilanz der Weinlese 2006 in Franken
Große Freude in Franken über den Weinjahrgang 2006
"Dieser Frankenwein hat große Potentiale"
„Frankens Winzer und Winzerinnen haben mit dem Jahrgang 2006 eine Punktlandung geschafft“, so Weinbaupräsidenten Andreas Oestemer. „Mit einer durchschnittlichen Erntemenge von 80 hl/ha, 94 Grad Oechsle und einer schönen Säure sind die Erwartungen an einen frischen und fruchtigen Jahrgang groß. Ein Jahrgang nach Maß!“, so der Präsident weiter. „Damit hätte noch im August niemand gerechnet, dass wir einen Anteil von ca. 90 – 95 % Prädikatswein erreichen“. Ein weiterer Grund zur Freude bei Frankens Winzer und Winzerinnen sind die leeren Keller. Die Frankenweinbestände sind auf ein 10-Jahrestief gefallen. „ Die Qualitätsoffensive Frankenwein wirkt“, so ein sichtlich zufriedener Oestemer.
Zögerlich begann die Entwicklung der Reben 2006, da die Temperaturen bis in den März unterdurchschnittlich waren. Der Austrieb der Reben begann deshalb im Jahr 2006 zwei Tage später als im langjährigen Mittel am 2.05.2006. Die in der Norm liegenden Witterungsbedingungen der Monate Mai und Juni konnten diesen Rückstand aufholen, so dass der Beginn der Rebblüte pünktlich begann. Der Juli zeigte sich dann von seiner allerbesten Seite. Mit einer Monatsmitteltemperatur, die deutlich höher war als normal und ausreichenden Niederschlägen, ging die Entwicklung der Reben im Eiltempo voran, so dass der Reifebeginn 13 Tage früher als im langjährigen Mittel festgestellt werden konnte. Der August blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Mit einer Durchschnittstemperatur von 15,7 Grad, war es deutlich zu kalt. Sorgen bereitete in diesem Monat den fränkischen Winzern vor allem der anhaltende Regen. Mit 96 l/m² regnete es fast doppelt soviel wie für den Monat August üblich. Der September schaffte den Umschwung und so lagen die Temperaturen mit 17,7 Grad wieder deutlich über dem Durchschnitt.
Die Lesereife der Trauben konnte deshalb schon am 22.09. festgestellt werden, 8 Tage früher als im langjährigen Mittel. Ergiebige Niederschläge am 3.Oktober haben die Lese in Frankens Weinbergen beschleunigt, da die Trauben durch die Niederschläge und die Wärme schneller reiften als üblich. Aus diesem Grund wurde die Ernte innerhalb kurzer Zeit eingebracht. Mittlerweile ist aber wieder die idyllische Ruhe in die Weinberge eingekehrt, die man von der fränkischen Weinlandschaft gewohnt ist und über die die Besucher sich im Herbst so freuen.