logo
Startseite ›  Aktuelle Pressetexte

Drei Bewerberinnen auf großer Fahrt

0 Kommentare


Nicht einmal mehr vier Wochen, dann blickt die fränkische Weinwelt wieder einmal nach Würzburg, wo am 18. März 2016 im Vogel Convention Center die 61. Fränkische Weinkönigin und damit die Nachfolgerin der amtierenden Weinkönigin Kristin Langmann gewählt und gekrönt wird. Momentan laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren und die drei Bewerberinnen nutzen jeder Minute, um die letzten Wissenslücken zu schließen und sich für den großen Tag vorzubereiten.

Nach einer intensiven Schulung in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim und einem Treffen mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband in Würzburger Novotel gingen Katharina Prozeller aus Eibelstadt (Lkr. Würzburg), Kristina Reinhart aus Donnersdorf (Lkr. Schweinfurt) und Christina Schneider aus Nordheim (Lkr. Kitzingen) dieser Tage auf große Fahrt, um Weinfranken, seine Lagen und seine Weingüter noch besser kennen zu lernen.

1. Station: Das Würzburger Weingut Bürgerspital z. Hl. Geist

Den Auftakt der diesjährigen Bewerberinnentour bildete das Würzburger Bürgerspital zum Heiligen Geist, das zu den ältesten Weingütern in Deutschland zählt und in diesem Jahr sein 700-jähriges Bestehen feiert. Begrüßt wurden die Katharina Prozeller (m.), Kristina Reinhart (2.v.r.), Christina Schneider (r.) und die Fränkische Weinkönigin Kristin Langmann (l.) vom Technischen Betriebsleiter Karl Brand, der die drei Damen durch das Weingut führte. Dabei erfuhren die Bewerberinnen alles über die Philosophie und die Ausrichtung des Weingutes und dass 85 Prozent der Weinlagen in der Stadt Würzburg liegen. Ein besonderes Highlight war ein Blick in die Schatzkammer, wo hinter dickem Panzerglas der wohl älteste Wein der Welt, ein „1540er Würzburger Stein“ schlummert.

2. Station: Die Winzergemeinschaft (GWF) in Repperndorf

Der 2. Programmpunkt auf der Reise durch das fränkische Anbaugebiet führte die drei Kandidatinnen zur Winzergemeinschaft (GWF) nach Repperndorf (Lkr. Kitzingen), wo sie von den Vorständen Andreas Oehm (l.) und Paul E. Ritter (2.v.l.) über die 1959 gegründete Genossenschaft informiert und durch den Betrieb geführt wurden. Ausführlich umrissen die Gastgeber die Rolle der GWF für die Winzer und die Verbraucher, berichteten über den Verkaufsschlager „Die jungen Frank´n“, die in diesem Jahr Nachwuchs bekommen, und über verschiedene Marketing-Aktionen wie „Weinreisen durch Franken“ oder Schatzkammer-Events, mit denen man zu einem Leuchtturm für Franken und seine Winzer werden wolle.

3. Station: Das Fürstlich Castell´sche Domänenamt

Anschließend fuhr die königliche Entourage an den südlichen Ausläufer des Steigerwalds und besuchte in Castell das Fürstlich Castell´sche Domänenamt. Nach dem Besuch des „Familien- und Portrait-Kellers“ durften die jungen Frauen zusammen mit Weingutsdirektor Karl-Heinz Rebitzer (r.) einen Blick in das Fürstliche Archiv werfen. Wie Jesko Graf zu Dohne (l.) berichtete, lagern hier rund 8000 Urkunden und über 1000 Meter Akten. Unter anderem findet sich im Archiv Belege, aus denen hervorgeht, dass in Castell 1659 die ersten Silvaner-Fechser gepflanzt worden sind. Dokumentiert durch eine Urkunde aus dem Jahre 1266 feiert Castell in diesem Jahr 750 Jahre Weinlagen-Nennung.

4. Station: Das Weingut Wirsching in Iphofen

Danach ging es für die Weinköniginnen in spe nach Iphofen zum Weingut Hans Wirsching. In toller Atmosphäre stellte Andrea Wirsching (l.), die auch Vinissima-Präsidentin ist, den Betrieb vor und lud zu einer Entdeckungsreise durch die Vielfalt des Frankenweins ein. Neben Riesling und Silvaner brach sie eine ganz besondere Lanze für die Scheurebe, die in diesem Jahr übrigens ihren 100. Geburtstag feiert. „Leider kennt man die Scheurebe im Ausland kaum, doch wer sie probiert hat, ist von ihr begeistert!“, so Andrea Wirsching. Und diese Begeisterung für die Scheurebe ist an diesem Nachmittag auch deutlich spürbar auf die Bewerberinnen übergesprungen.

5. Station: Das Weingut Hillabrand in Hüttenheim

Abgerundet wurde die Berberinnentour 2016 durch einen Besuch im Weingut Hillabrand in Hüttenheim, wo Weinbau seit 1929 zunächst im Nebenerwerb und seit 2006 im Vollerwerb betrieben wird. Markus Hillabrand  (hinten rechts) heißt der dynamische Jungwinzer, der seit einiger Zeit mit seinen Weinen aus den Lagen Hüttenheimer Tannenberg und Bullenheimer Paradies von sich reden macht und sich in besonderer Weise der Scheurebe verschrieben hat. Kein Wunder – denn schließlich hat Markus Hillabrand seine Winzerlehre in Iphofen im Weingut Wirsching gemacht. Obwohl viele den Ort Hüttenheim nicht kennen, müssen wir uns nicht verstecken. Wir haben hier eine Lage wie in der Toskana und einen Boden wie in Burgund, so der Jungwinzer. Und dass er sich wirklich nicht verstecken muss, zeigen die vielen nationalen und internationalen Preise, die Hillabrand seit vielen Jahren mit seinen Weinen einfährt.

 

Kommentare
Kommentar abgeben:



Ich bin damit einverstanden, dass diese Informationen elektronisch gespeichert werden.*
Zurück